Stärker in die Zukunft!

Personalpolitik - KSK Heinsberg 2019 - Bericht an die Gesellschaft

Personalpolitik

„Anhaltende Motivation ist entscheidend für den Erfolg“

Roman Schins ist im Kreis Heinsberg zuhause und seit 25 Jahren bei der Kreissparkasse tätig. Im vergangenen Jahr hat er den MBA an der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe absolviert – ein wichtiger Meilenstein für seine Karriere.   

Herr Schins, 1995 begann Ihre Laufbahn bei der Sparkasse. Heute vertreten Sie im Verhinderungsfall den Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg und sind Direktor der Hauptabteilung Marketing. Wie sind Sie seinerzeit zur Kreissparkasse gekommen?

Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen habe ich mich nach dem Abitur sehr für die Finanzwirtschaft interessiert. Zum anderen komme ich selbst aus Heinsberg und fühle mich in der Region sehr verwurzelt; ich kenne hier viele Menschen und ich habe hier meine Familie und meinen Freundeskreis. Da die Kreissparkasse Heinsberg ebenfalls eng mit der Region verbunden ist und sich für die Wirtschaft und insbesondere auch für die Gesellschaft im Kreis engagiert, stand für mich fest: Da möchte ich gerne arbeiten. Für mich kam es damals gar nicht in Frage, mich bei einem Finanzinstitut außerhalb unseres Kreises zu bewerben.

Erzählen Sie uns etwas über Ihren Werdegang.

Ich bin ein „richtiges Sparkassen-Eigengewächs“, los ging es 1995 mit meiner Ausbildung zum Bankkaufmann. Im Anschluss hatte ich immer die Möglichkeit, mich kontinuierlich weiterzuentwickeln: und konnte im Laufe der Jahre nahezu die gesamte vertriebliche Bandbreite unseres Hauses kennenlernen – anfangs vor Ort in den Geschäftsstellen, dann im Bereich Anlage- und Wertpapiergeschäft und während der Begleitung von Baufinanzierungen und gewerblichen Finanzierungen. Schließlich bin ich ins Firmenkundengeschäft gewechselt und habe dort lange Zeit mit kleinen, mittleren und großen Unternehmen aus der Region zusammengearbeitet. Meine Tätigkeiten waren so verschieden, dass mir während der ganzen Zeit nie der Gedanke kam, den Arbeitgeber zu wechseln. Seit März 2019 verantworte ich die Bereiche Marketing, Vertriebssteuerung und das Service Center, seit April 2020 bin ich außerdem Verhinderungsvertreter des Vorstands. Hier warten nun ganz andere, interessante Herausforderungen auf mich.

Welche Aspekte Ihrer Arbeit schätzen Sie besonders?

Ich bin ein vielseitig interessierter Mensch und stets offen für Neues, ich scheue keine Veränderungen. Jede Herausforderung holt einen aus der gerne zitierten „Komfortzone“ und bietet einem neue Möglichkeiten. Genau das ist es, was meine Arbeit in der Sparkasse ausmacht und was ich daran so schätze. Ich möchte gerne in unserer Sparkasse mitgestalten und bin bereit, dafür die Verantwortung zu tragen. Ganz wichtig ist mir aber auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit unseren Geschäftspartnern und Kunden und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im vergangenen Jahr haben Sie an der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe den Master of Business Administration absolviert und im Rahmen des Programms eine Zeit im Ausland verbracht. Was hat Sie dazu bewogen?

Das Programm des Studiengangs setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die Entwicklung finanzwirtschaftlicher Managementkompetenzen. Dabei werden nicht nur fachliche Fähigkeiten berücksichtigt, sondern explizit auch soziale und interkulturelle Kompetenzen gefördert, was in meinen Augen für ein zukunftsorientiertes Unternehmen der Finanzbranche zentrale Qualitäten sind. Das Studium bietet, und das kam mir sehr entgegen, eine ausgeprägte Praxisnähe. Die ist alleine schon dadurch gewährleistet, dass es parallel zum Beruf stattfindet. Außerdem sichert das inkludierte Mentorenkonzept die Betreuung des Studierenden durch eine Führungskraft der oberen Management-Ebene. Der Fokus des Studiengangs ist außerdem eng verknüpft mit ethischen Fragestellungen – auch das ist sicher ein Unterschied zu anderen gängigen Studienangeboten und machte das Angebot für mich besonders attraktiv.

Seit 1995 bei der Kreissparkasse Heinsberg, Roman Schins

So habe ich seinerzeit an der Lehigh University in Pennsylvania am sogenannten „Global Village“ teilgenommen und mit Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen gemeinsam studiert und diskutiert – ein sehr hilfreicher und spannender Austausch. Auf den ersten Blick mag es vielleicht überflüssig erscheinen, dass ein regional aufgestelltes Institut internationale Kompetenzen schult. Aber wir leben in einer Zeit der Globalisierung, in der mittelständische Unternehmen Kunden in aller Welt haben und in der Bevölkerung viele unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Einflüsse zusammenkommen; da sind entsprechende Kompetenzen für einen Finanzdienstleister unverzichtbar. Für mich war es sehr bereichernd, beispielsweise durch gezielte Projektarbeiten, einzeln oder in kleinen Gruppen, ethische Fragestellungen zu thematisieren, die über die fachlichen Bereiche hinausgingen. In einer vierköpfigen Gruppe haben wir ein Referat zu den Themen Arbeitszeit und Verfügbarkeit erarbeitet. In einem anderen Fall habe ich mich in einer Hausarbeit mit dem Thema Nachhaltigkeit im Firmenkundengeschäft auseinandergesetzt. Das hat mir persönlich einen riesigen Blick über den berühmten Tellerrand ermöglicht.

Die Sparkasse hat Ihren Ausbildungsweg unterstützt. Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass ein Arbeitgeber so etwas tut?

Die Finanzwirtschaft ist ein sehr umkämpfter Markt. Gute und hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben und zu halten, ist unverzichtbar. Es ist daher wichtig, dass ein Unternehmen attraktive Qualifizierungs- und Karriereperspektiven anbieten kann und Beschäftigte mit entsprechendem Potential auch dazu motiviert, diese wahrzunehmen.

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?

Ich möchte weiterhin engagiert für den Erfolg der Kreissparkasse Heinsberg arbeiten. Wir haben unseren öffentlichen Auftrag, nämlich Finanzdienstleistungen zum Wohl der Allgemeinheit anzubieten und aktiv etwas zum Wohlergehen der Region beizusteuern, und hierzu möchte ich meinen Beitrag leisten. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Geschäftspolitik, unseren Produkten und gesellschaftlichen Initiativen einen substantiellen Beitrag zum nachhaltigen Wachstum und zur Lebensqualität im Kreis Heinsberg liefern.

Welchen Rat würden Sie anderen Nachwuchskräften geben, die am Start ihrer beruflichen Laufbahn stehen?

Aus meiner Perspektive kann ich jedem jungen Menschen nur den Rat geben, persönlichen und fachlichen Ehrgeiz mitzubringen. Wenn man etwas erreichen möchte, sollte man sich aktiv darum bemühen. Neben den erlernbaren fachlichen Fähigkeiten sind dazu vor allem persönliche Kompetenzen unverzichtbar. Wichtig ist daher, dass man sich auch genügend Zeit für seine persönliche Entwicklung nimmt. Ich kenne viele junge Menschen, die ihre Karriere quasi im Schnelldurchlauf absolvieren möchten. Das mag im Einzelfall funktionieren, ist aber nicht die Regel. Entscheidender ist, dass man Spaß an der Sache hat und eine nachhaltige Motivation entwickelt, dann wird sich auch der Erfolg einstellen. Dazu gehört natürlich auch, dass man lernt, mit Phasen der Stagnation oder mit Rückschlägen zu leben. Ich habe hier im Haus die Erfahrung gemacht, dass sich immer wieder Chancen auftun, bei denen man sich zeigen und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen kann. Das sorgt – bei mir zumindest – für eine anhaltend hohe Motivation.

Beschäftigungspolitik und Gleichbehandlung

Bewertung von Risiken im Bereich Arbeitnehmerbelange

Motivierte und kompetente Mitarbeiter sind das Fundament, auf dem die kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kunden ruht. Das veränderte Kundenverhalten und die fortschreitende Digitalisierung erfordern eine deutlich differenziertere Marktbearbeitung. Vertriebskanäle mit neuen Rollen und Aufgaben entstehen. Die Prozesse, die Personalstruktur und -steuerung werden entsprechend angepasst.Wesentliche Handlungsfelder im Personalbereich sind:

  • Stärkung der Arbeitgeberattraktivität. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, denn unsere Mitarbeiter prägen die Wahrnehmung unserer Werte und Kompetenzen als Sparkasse. Angesichts des demografischen Wandels ist die Gewinnung und Bindung motivierter und qualifizierter Nachwuchskräfte eine zentrale Aufgabe. Die Gestaltung der Arbeitsbedingungen ist dabei ebenso wichtig wie die Möglichkeit, persönliche Anliegen der Mitarbeiter mit den Interessen der Sparkasse zu vereinbaren.
  • Stärkung der individuellen Veränderungsfähigkeit. Die fachliche Weiterentwicklung unserer Beschäftigten in Bezug auf neue Markterfordernisse muss einhergehen mit einer Stärkung ihrer individuellen Bereitschaft und Fähigkeiten zur Veränderung. Angesichts der sich dynamisch wandelnden Arbeitsprozesse wollen wir als Sparkasse einerseits unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, mit neuen Anforderungen konstruktiv, produktiv und für sie persönlich gewinnbringend umzugehen. Zum anderen möchten wir auch für potenzielle Bewerber*innen ein exzellenter Arbeitgeber sein, der seine Beschäftigten auch langfristig bei einer erfolgreichen beruflichen Entwicklung unterstützt. Differenzierte fachliche Qualifizierungsangebote für alle Gruppen der Belegschaft sind daher ebenso entscheidend wie Maßnahmen, die eine gute Zusammenarbeit fördern und den Zusammenhalt im Team stärken.

Mögliche Risiken im Bereich Arbeitnehmerbelange, die sich zum Beispiel aus der demografischen Entwicklung oder der Anpassung des Produkt- und Dienstleistungsangebots an veränderte Kundenbedürfnisse ergeben, werden von der Abteilung Personalmanagement analysiert. Diese entwickelt geeignete Maßnahmen, um identifizierten Risiken wirksam zu begegnen.

Faire Beschäftigung und Tariftreue

Die Geschäftstätigkeit der Kreissparkasse Heinsberg ist auf den Kreis Heinsberg begrenzt, die Mehrzahl unserer Beschäftigten sowie Führungskräfte lebt im Geschäftsgebiet. Hier vor Ort bilden wir Nachwuchskräfte aus, fördern ihre Fähigkeiten und entwickeln ihre Kenntnisse umfassend weiter. Unsere Ausbildungsquote betrug 6,5 Prozent im Berichtsjahr. Alle Auszubildenden haben wir 2019 nach dem Abschluss der Berufsausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Kreissparkasse Heinsberg beträgt 20,3 Jahre.

Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegt die Sparkasse dem „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Bereich Sparkassen“ in dem Gehälter, die Arbeitszeit und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. 99,2 Prozent aller Beschäftigten der Kreissparkasse Heinsberg haben Arbeitsverträge nach diesem Tarifvertrag. Außertarifliche Verträge dürfen die Beschäftigten nicht schlechter stellen als Beschäftigte mit Tarifvertrag. Als regional in Deutschland tätiges Kreditinstitut beschäftigt die Kreissparkasse Heinsberg alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Eine transparente Personalentwicklung ist uns ein wichtiges Anliegen. Das für alle Beschäftigten zugängliche Personalhandbuch beschreibt unser Personalentwicklungssystem sowie notwendige Qualifizierungsanforderungen und -voraussetzungen. Regelmäßige Potenzialanalysen, die Einrichtung von Traineéstellen sowie die Sicherstellung eines Ausbildungsvorlaufes bei Stellenneubesetzungen sollen sicherstellen, dass das Qualifikationsniveau unserer Beschäftigten angemessen ist und auf Vakanzen rechtzeitig reagiert werden kann.

Zur Deckung möglicher Fluktuationen in Bereichen mit weitergehenden, speziellen Qualifizierungsanforderungen wurde durch die Schaffung von Traineéstellen besondere Vorsorge getroffen, um unseren Kundinnen und Kunden eine gleichbleibend hohe Beratungsqualität zu bieten und nachhaltige Störungen der Betriebsabläufe durch das Ausscheiden von Beschäftigten zu verhindern. Die vorgenannten Personalentwicklungsprozesse werden unter Einbindung des Vorstands im Rahmen der Regelprozesse gesteuert und gemessen. 

Über die betriebliche Mitbestimmung hinaus achten wir auf eine werte- und teamorientierte Führungskultur. Regelmäßige Beurteilungen und Mitarbeiterbeteiligungen unterstützen unsere Personalpolitik. Entsprechend der Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Darüber hinaus können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich im Rahmen von  Beschwerderechten, Personalentwicklungs­prozessen und Feedbackmechanismen sowie auch speziellen Dialogformaten wie Mittagsrunden mit dem Vorstand oder dem Jahrestreff regelmäßig einbringen. Das Ideenmanagement eröffnet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich aktiv an der Weiterentwicklung der Sparkasse zu beteiligen. Wir ermutigen alle Beschäftigten, auf diesem Wege neue Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen und sich an thematischen „Ideenaktionen“ zu beteiligen. So sind in den vergangenen Jahren regelmäßig Verbesserungen für unsere Arbeit entstanden.

Für die breite interne Akzeptanz der Nachhaltigkeitspolitik wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess eingebunden. Bei der Integration von Nachhaltigkeit in das Unternehmensleitbild ermöglichten z. B. Informationsveranstaltungen mit dem Vorstand, ein „Leitbild-Forum“ im Intranet und Mitarbeiter-Workshops eine breite Beschäftigung mit dem Thema. Darüber hinaus tragen alle Führungskräfte in ihren Organisationseinheiten die Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitspolitik, fördern das entsprechende Bewusstsein bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und identifizieren Verbesserungspotenziale.

Gleichbehandlung und Entgelttransparenz

Auf der Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen werden Frauen und Männer in der Kreissparkasse Heinsberg für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet. Alle Arbeitsplätze in der Sparkasse sind entsprechend der mit ihnen verbundenen Anforderungen und zu bewältigenden Aufgaben bezogen auf die Vergütungsgruppe bewertet. Diese Bewertung fließt in den Stellenplan der Kreissparkasse Heinsberg ein. Unter Beachtung der Regelungen des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG), des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und der Mitbestimmungsrechte des Landespersonalvertretungsgesetzes erhalten dementsprechend Frauen und Männer als Beschäftigte der Kreissparkasse Heinsberg bei vergleichbaren Arbeitsplätzen und gleicher Formalqualifikation die gleichen Vergütungen.

Die Kreissparkasse Heinsberg beachtet die Gleichstellung von Mann und Frau nach dem Landesgleichstellungsgesetz (LGG). Nach Maßgabe dieses Gesetzes und anderer Vorschriften zur Gleichstellung von Frauen und Männern, werden Frauen in unterrepräsentierten Bereichen anhand eines Frauenförderkonzepts gefördert, um bestehende Benachteiligungen abzubauen. Ziel dieses Gesetzes ist weiterhin, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu fördern.

Sichergestellt wird die Gleichbehandlung weiterhin durch interne Stellenausschreibungen und Wahrnehmung der Mitbestimmungsrechte des Personalrats und der Stellungnahme zu personellen Entscheidungen durch die Gleichstellungsbeauftragte. Die Kreissparkasse Heinsberg hat eine Gleichstellungsbeauftragte und eine Stellvertreterin ernannt, die ihre Rechte uneingeschränkt wahrnehmen können. Im vergangenen Jahr wurden keine Eingaben bei der Gleichstellungsbeauftragten gemacht.

Die Vorgaben des Entgelttransparenzgesetzes sind in der Kreissparkasse Heinsberg umgesetzt. Möchten Beschäftigte von ihrem Auskunftsrecht Gebrauch machen, richten sie ihr Ersuchen direkt an den Vorstand. Dieser leitet die Anfrage an die Personalabteilung zur weiteren Bearbeitung weiter und informiert den Personalrat über das Ersuchen. Das Auskunftsersuchen können die Beschäftigten grundsätzlich alle zwei Jahre stellen. Verändert sich innerhalb dieser zwei Jahre ihre Tätigkeit, so können sie eine erneute Anfrage auch schon vor Ablauf von zwei Jahren an den Vorstand richten. Im Berichtsjahr wurde keine Anfrage an den Vorstand gestellt.

Mitbestimmung und Beteiligung

Entsprechend den Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes NRW sind die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet.  Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens können Beschäftigte Ideen, Optimierungs- und Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv an der Weiterentwicklung der Sparkasse beteiligen.

Handlungsprogramm im Bereich Arbeitnehmerbelange

Die persönlichen Anliegen ihrer Beschäftigten berücksichtigt die Kreissparkasse Heinsberg im Rahmen der Personalentwicklungsprozesse, die jährlich aktualisiert, überprüft und angepasst werden. Nachfolgend sind die wichtigsten Instrumente und Angebote zusammengefasst.

Weiterbildungs-/Entwicklungswünsche unserer Beschäftigten: 

  • Veröffentlichung eines Personalentwicklungskonzeptes
  • regelmäßige Beurteilungs- und Fördergespräche mit der Führungskraft
  • Teilnahme an Potenzialanalyseverfahren
  • Entwicklungsgespräche mit der Personalabteilung
  • Angebot von internen und externen Fortbildungsveranstaltungen
  • bezahlte Freistellung für Fortbildungsveranstaltungen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Nutzung von: 

  • variabler Arbeitszeit,
  • vielfältiger (auf Wunsch befristeter) Teilzeitmodelle,
  • zusätzlichen Urlaubstagen gegen Entgeltumwandlung,
  • unbezahlter Freistellungen für die Betreuung von Kindern,
  • unbezahlter Freistellung für die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen.
H14 Beschäftigungspolitik und Gleichbehandlung
H14 Beschäftigtenstruktur Anzahl gesamt Männer Frauen
Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden) 587 226 361
Beschäftigte aus der Region 524 201 323
Führungskräfte aus der Region 50 42 8
Auszubildende 38 21 17
Davon: Ausbildung im Berichtsjahr abgeschlossen 15 6 9
Davon: unbefristet übernommen 11 2 9
Davon: befristet übernommen 4 4 0
L 20,3 Jahre Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit
L 6,5 % Ausbildungsquote
L 100,0 % Übernahmequote
H14 Gleichbehandlung und Tarifverträge Anzahl gesamt Männer Frauen
Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden) 587 226 361
Gleichstellungsbeauftragte 2 0 2
Beschäftigte mit Tarifvertrag 582 222 360
L 99,2 % Anteil Beschäftigte mit Tarifvertrag

Weiterbildung und lebenslanges Lernen

Wir legen Wert auf gut ausgebildete Beschäftigte und fördern das lebenslange Lernen sowie die Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten. Die Bewältigung der durch den Werte- und Kulturwandel, die demografische Entwicklung, Digitalisierung und die Nachhaltigkeit ausgelösten Transformationsprozesse hat für uns als Sparkasse oberste Priorität. Als Sparkasse sind wir daher gefordert, die Kompetenzen unserer Beschäftigten kontinuierlich weiterzuentwickeln und unsere Arbeitgeberattraktivität zu stärken, die für die Bindung und Rekrutierung motivierter und leistungsstarker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig ist.

In die Weiterbildung von 571 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir 2019 über 160.000 Euro investiert. Dies trägt auch zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität bei, die für die Bindung und Rekrutierung motivierter und leistungsstarker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig ist. Kennzahlen bzw. Leistungsindikatoren zu den Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen machen wir im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung jährlich transparent. 

Die Sicherstellung einer ausreichenden Qualifikation der Beschäftigten sowie einer adäquaten personellen Ausstattung ist das Kernelement unserer personalwirtschaftlichen Arbeit. Es erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der vorhandenen Qualifikation einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters und mit den Anforderungen der jeweiligen Stelle. Daran orientiert sich u. a. die jährliche Personal(entwicklungs)planung und eine entsprechende Qualifizierung der Beschäftigten. Orientiert an den Anforderungen der einzelnen Stellen, erfolgen regelmäßige Beurteilungen der Beschäftigten durch ihre Führungskraft, in denen anhand von Kriterien eine Bewertung der Arbeitsleistung vorgenommen wird. Aus diesen Gesprächen leiten sich ggfs. Maßnahmen zur Personalentwicklung ab. 

Die Sparkasse bietet in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten an. Hierdurch eröffnen wir unseren Beschäftigten berufliche Entwicklungsperspektiven sowohl in den Fach- als auch in den Führungsebenen unseres Hauses. Nach der Ausbildung bieten wir vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Weiterbildung zum Sparkassenfachwirt an. Mit dem dualen Bachelorstudiengang „Banking and Sales“ können leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse besondere Qualifikationen für die Kundenberatung erwerben. In Kooperation mit der Sparkassenakademie NRW und der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe bieten wir ihnen die Chance, ihre berufliche und akademische Ausbildung miteinander zu verzahnen und sich so weitere Karriereperspektiven zu eröffnen. Die Lerninhalte und Lernmethoden des Studienprogramms sind sehr praxisorientiert. Mögliche Abschlüsse innerhalb des Studiengangs sind: Bankkaufmann, Sparkassenfachwirt, Bankfachwirt S, Sparkassenbetriebswirt und Bachelor of Arts.

H18 Weiterbildung/lebenslanges Lernen
H18 Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen Anzahl gesamt < 30 J 30-50 J > 50 J
Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen 571 106 250 215
Personentage für Fortbildung 3.298 1.070 1.331 897
Vorjahr  
Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen 392 90 170 132
Personentage für Fortbildung 2.748 1.241 993 514
H18 Investitionen in Fort- und Weiterbildung Wert
Ausgaben für Fort- und Weiterbildung insgesamt: 160.701,45 Euro
Durchschnittliche jährliche Anzahl Tage für Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter/-in: 5,8 Tage

Ein Personentag hat 7,8 Stunden.

Teilzeitausbildung: Wenig bekannt, aber mit guten Chancen

Ausbildung geht auch in Teilzeit: Für Menschen, die aufgrund verschiedener Faktoren keine Vollzeitausbildung anstreben können, bietet eine Teilzeitausbildung gute Chancen auf eine anerkannte berufliche Qualifikation. Noch ist diese Option aber wenig bekannt: Laut Bundesinstitut für Berufsbildung entfielen 2019 darauf nur 0,4 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge.

Kfz-Branche: Ausbildungsinitiative wird fortgesetzt

Klares Signal in der Krise: Die Kfz-Branche will gezielt weiter Nachwuchskräfte für Ausbildung und Karriere in der Automobilindustrie gewinnen. Die Nachwuchsinitiative „AutoBerufe – Mach Deinen Weg!“ soll fortgesetzt und gezielt durch Maßnahmen zum Digitalen Recruiting ergänzt werden, um Ausbildungsbetriebe und Bewerber*innen zusammenzuführen.

DGB-Report: Die Mehrzahl der Azubis ist zufrieden mit ihrer Ausbildung

Der weitaus größte Teil der Auszubildenden in Deutschland ist zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der eigenen Ausbildung: Das geht aus dem neuen Ausbildungsreport des DGB hervor, der Ende August veröffentlicht wurde. Am höchsten ist die Zufriedenheit bei Industriemechaniker*innen und Verwaltungsfachangestellten.

Ausbildung in Corona-Zeiten: Jetzt die Fachkräfte von morgen sichern

„Kaum eine Region in Deutschland hat so viel Lösungskompetenz wie unsere“, sagte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel im März. Da waren die Corona-Pandemie und ihre Folgen noch nicht abzuschätzen. In der aktuellen Krise sieht Kohl-Vogel aber auch ermutigende Signale, wie etwa im Umstand, dass die meisten Betriebe im Kammer­bezirk auch weiterhin stark ausbilden wollen.

Thomas Giessing: Veränderung gestalten und die Zukunft besser machen

„Als Sparkasse sind wir den Menschen in unserer Region ganz besonders verpflichtet,“ sagt Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg. „Es gehört zu unserem Auftrag, zu Wohlstand, Lebensqualität und Wachstum im Kreis Heinsberg beizutragen. Mehr denn je erfordert das einen Blick, der über den eigenen Tellerrand hinausgeht und den Dialog sucht mit wichtigen Akteuren im Kreis, aber auch in der Nachbarschaft und darüber hinaus.“

Themenfokus Herbst: Sichere Ausbildung in Krisenzeiten!?

Die Corona-Pandemie hat mit voller Wucht auch den gesamten Bereich der Aus- und Weiterbildung erfasst. Neue Förderinitiativen sollen Unternehmen dabei unterstützen, bestehende Ausbildungsplätze zu sichern. Wie kann das im Kreis Heinsberg am besten gelingen? Wer muss sich um die Umsetzung der Maßnahmen kümmern und reichen diese aus? Oder ist Corona nur das Brennglas, das vorher schon bestehende strukturelle Probleme mit Nachdruck zutage fördert. Diskutieren Sie mit …