Stärker in die Zukunft!

Nachhaltige Anlageprodukte - KSK Heinsberg 2019 - Bericht an die Gesellschaft

Nachhaltige Anlageprodukte

Mit Herz und Verstand in Nachhaltigkeit investieren

Interview mit Johannes Behrens-Türk, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, DekaBank

Welche nachhaltigen Anlageprodukte bietet die Deka?

Für jede Anlegerin und jeden Anleger das genau passende. Wir haben in jeder Asset-Klasse ein passendes Angebot, von den kapitalmarktbasierten Fonds und ETFs über immobilienbasierte Fonds bis hin zu unseren Zertifikaten. Im persönlichen Gespräch finden Sparkassenberater*in und Kund*in genau das richtige Produkt, das zu den entsprechenden Anlagewünschen passt.

Wie wird die Nachhaltigkeit dieser Produkte überprüft und gewährleistet?

Je nach Asset-Klasse ist es hier auch unterschiedlich. Nehmen wir die fondsbasierten Produkte, so haben unsere Tochtergesellschaften und auch die DekaBank die PRI, das internationale Regelwerk der Principles for Responsible Investments unterzeichnet. Wir haben in unseren Produkten beispielsweise auch eine Vielzahl von Ausschlüssen definiert oder dokumentieren bei den sogenannten Impact-Fonds deren Nutzenstiftung mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung.

Wie hat sich die Nachfrage nach diesen Produkten in den vergangenen Jahren entwickelt?

Stark steigend. Wir nehmen wahr, dass viele Anleger jetzt ihren Bestand an Wertpapieren in Richtung Nachhaltigkeit weiterentwickeln wollen. Ganz besonders sind es die jungen Anleger bis 30 Jahre, die besonderen Wert darauf legen, dass alle ihre Wertpapieranlagen nachhaltige Mindestkriterien erfüllen. Das fängt auch schon – und das ist besonders positiv zu vermerken – bereits bei kleineren Sparbeiträgen wie dem VL-Sparen an. Hier nutzen viele Berufsanfänger*innen beispielsweise den Deka-NachhaltigkeitAktien.

Gibt es regionale Schwerpunkte bei dieser Entwicklung?

Aktuell ist der Süden mit Bayern und Baden-Württemberg sowohl beim Bestand, bei neuen Einmalanlagen und beim regelmäßigen Sparen vorn. Die Mitte, der Norden und auch der Osten holen aber mit spürbarem Tempo auf.

Mit welcher Entwicklung rechnen Sie für die Zukunft?

Mit Umsetzung der sogenannten MiFID-II bis Mitte des kommenden Jahres wird der Absatz der nachhaltigen Produkte „durch die Decke“ gehen. Die MiFID II ist eine Auflage des Gesetzgebers, dass Banken und Sparkassen ihre Kund*innen in Beratungsgesprächen nach deren Wünschen bezüglich nachhaltiger Wertpapieranlage zu fragen haben. Unsere Umfragen zeigen, dass vier Fünftel der Menschen künftig nachhaltig anlegen wollen. 20% sehen das anders und bevorzugen andere Anlageformen.

Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise auf diese Entwicklung haben?

Die eines Treibsatzes. Corona zeigt, dass die Menschheit mit ihrer Lebensweise, ihrer globalen Form des kohlenstoffbasierten Wirtschaftens hohen Risiken ausgesetzt ist. Corona stellt somit auch den Blick scharf für die großen Risiken, die durch den Klimawandel entstehen. Die Chance ist, dass jetzt noch beherzter zugepackt wird, um mit multinationalen Maßnahmen nicht die schlimmsten Befürchtungen zur Unumkehrbarkeit des Klimawandels Realität werden zu lassen.

Was sind die Faktoren, die darüber hinaus die Entwicklung des Marktes wesentlich vorantreiben werden?

Für die Finanzbranche sind die bereits über „Merkblätter“ (z.B. das der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin) oder über „Leitfäden“ (z.B. der Europäischen Zentralbank EZB) avisierten Maßnahmen der Aufsichtsbehörden der wesentliche Treiber, mehr Nachhaltigkeit entlang ihrer Wertschöpfungsprozesse zu implementieren.

Welchen Beitrag leisten die Sparkassen zur Entwicklung des Marktes? Welchen werden sie in Zukunft leisten müssen?

Klar ist, dass „wenn’s um Nachhaltigkeit geht“ die Sparkasse und ihre Verbundpartner eine erste Adresse sind. Denn Sparkassen werden auch in Punkto Nachhaltigkeit allen Anforderungen der Gesellschaft und des Marktes gerecht. Dabei helfen ihnen in unserer arbeitsteiligen Organisation innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe die Gemeinschaftsunternehmen der Sparkassen, die wir Verbundpartner nennen. Wir als Deka haben das Privileg, hier als Wertpapierhaus entsprechend wirken zu dürfen. Das tun wir mit Herz und Verstand – gemeinsam mit den Sparkassen zum Nutzen der Kunden.

Nachhaltige Fonds

Eine steigende Anzahl von Kunden möchte ihr Geld in sozial und ökologisch besonders verantwortlich handelnde Unternehmen und Institutionen investieren. Mit den nachhaltigen Fonds der DekaBank, der Landesbanken und anderer Anbieter bietet die Kreissparkasse Heinsberg dafür ein breites Produktspektrum.

Die Förderung nachhaltiger Anlageprodukte haben wir zudem als ein Nachhaltigkeitsziel für die Kreissparkasse Heinsberg definiert. Um hier Verbesserungen zu erreichen, setzen wir auf die entsprechende kontinuierliche Weiterbildung unserer Kundenberaterinnen und -berater. In die produktbezogenen Schulungen im Wertpapiergeschäft wurden bereits 2014 nachhaltige Anlageprodukte integriert, sodass bei entsprechenden Anlagewünschen eines Kunden nachhaltige Fonds empfohlen werden können. Damit werden wir auch dem steigenden Interesse unserer Kundinnen und Kunden in diesem Bereich gerecht.

Insgesamt hat sich die Geldanlage in nachhaltige Fonds in den vergangenen Jahren deutlich erhöht: Waren es im Jahr 2013 noch rund 1,66 Mio Euro, so wurden 2019 bereits über 11,8 Mio. Euro in nachhaltige Fonds investiert. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelten sich die nachhaltigen Fonds mit einem Zuwachs von ca. 55 % deutlich stärker als der Gesamtbestand der Fonds (+ 16,7 %).

Eine Übersicht über die nachhaltigen Fonds findet sich in der nachstehenden Tabelle.

Nachhaltige Eigenemissionen

Der Kreis Heinsberg ist auf dem Weg zu einer Energie- und Klimaschutzregion in den vergangenen Jahren deutlich vorangekommen. Ziel ist es dabei, langfristig auf der Grundlage eines integrierten Klimaschutzkonzeptes kreisweit Projekte zu entwickeln und Entscheidungsprozesse zu koordinieren. Als Kreissparkasse Heinsberg verfügen wir über umfassende Kompetenz bei der Finanzierung von erneuerbaren Energieanlagen. Gemeinsam mit den Akteuren aus der Region haben wir seit 2009 verschiedene Projekte, unter anderem im Bereich Fotovoltaik und Windkraft finanziert, bei denen wir auch Investitionsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis geschaffen haben.

Auch zukünftig möchten wir solche Angebote platzieren und somit unser Angebot an nachhaltigen Finanzprodukten weiter ausbauen. Das geht allerdings nicht ad hoc. Wir brauchen Partner, mit denen sich derartige Projekte realisieren lassen. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist das Angebot deutlich rückläufig, denn die Wirtschaftlichkeit ist für die Investoren nicht mehr so attraktiv. Hinzu kommt, dass die Flächen, die für die Realisation benötigt werden, rar geworden sind.

P1 Nachhaltige Anlageprodukte
2019 Vorjahr
P1 Nachhaltige Fonds Anzahl Volumen in € Anzahl Volumen in €
Deka-Nachhaltigkeit Aktien 81 403.666 63 216.905
Deka-Nachhaltigkeit Balance 33 469.387 28 406.170
Deka-Nachhaltigkeit Renten 390 6.881.397 204 3.579.214
Deka-Stiftungen Balance 27 1.440.941 31 1.835.747
Deka-UmweltInvest 22 205.532 11 96.306
Swisscanto (CH) Equity Fund Green Invest A 2 51.456
Nachhaltige Fonds (andere Anbieter) 41 2.064.221 38 1.045.354
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable Emerging Markets AT 1 312
Deka Oekom Euro Nachhaltigkeit UCITS ETF STOXX® Europe ESG Leaders Select 30 Index 1 9.804 1 7.854
Swisscanto (LU) Equity Fund Global Water Invest AA 1 4.158
Swisscanto (LU) Equity Fund Climate Invest AT 1 4.231
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balanced (EUR) AA 2 116.313
Swisscanto (LU) Equity Fund Sustainable AA EUR 1 4.365
Swisscanto (LU) Equity Fund Global Water Invest AT 4 8.846
DWS Global Water LD 1 3.455
Pictet Water NAM.P EO 8 178.923
Swisscanto Kooperationsfonds Deka Nachhaltigkeit 12 181.669
LBBW Global Warming 1 509
Deka Portfolio Nachhaltigkeit Globale Aktien 7 47.751
Gesamt 624 11.887.255 388 7.377.231

Teilzeitausbildung: Wenig bekannt, aber mit guten Chancen

Ausbildung geht auch in Teilzeit: Für Menschen, die aufgrund verschiedener Faktoren keine Vollzeitausbildung anstreben können, bietet eine Teilzeitausbildung gute Chancen auf eine anerkannte berufliche Qualifikation. Noch ist diese Option aber wenig bekannt: Laut Bundesinstitut für Berufsbildung entfielen 2019 darauf nur 0,4 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge.

Kfz-Branche: Ausbildungsinitiative wird fortgesetzt

Klares Signal in der Krise: Die Kfz-Branche will gezielt weiter Nachwuchskräfte für Ausbildung und Karriere in der Automobilindustrie gewinnen. Die Nachwuchsinitiative „AutoBerufe – Mach Deinen Weg!“ soll fortgesetzt und gezielt durch Maßnahmen zum Digitalen Recruiting ergänzt werden, um Ausbildungsbetriebe und Bewerber*innen zusammenzuführen.

DGB-Report: Die Mehrzahl der Azubis ist zufrieden mit ihrer Ausbildung

Der weitaus größte Teil der Auszubildenden in Deutschland ist zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der eigenen Ausbildung: Das geht aus dem neuen Ausbildungsreport des DGB hervor, der Ende August veröffentlicht wurde. Am höchsten ist die Zufriedenheit bei Industriemechaniker*innen und Verwaltungsfachangestellten.

Ausbildung in Corona-Zeiten: Jetzt die Fachkräfte von morgen sichern

„Kaum eine Region in Deutschland hat so viel Lösungskompetenz wie unsere“, sagte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel im März. Da waren die Corona-Pandemie und ihre Folgen noch nicht abzuschätzen. In der aktuellen Krise sieht Kohl-Vogel aber auch ermutigende Signale, wie etwa im Umstand, dass die meisten Betriebe im Kammer­bezirk auch weiterhin stark ausbilden wollen.

Thomas Giessing: Veränderung gestalten und die Zukunft besser machen

„Als Sparkasse sind wir den Menschen in unserer Region ganz besonders verpflichtet,“ sagt Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg. „Es gehört zu unserem Auftrag, zu Wohlstand, Lebensqualität und Wachstum im Kreis Heinsberg beizutragen. Mehr denn je erfordert das einen Blick, der über den eigenen Tellerrand hinausgeht und den Dialog sucht mit wichtigen Akteuren im Kreis, aber auch in der Nachbarschaft und darüber hinaus.“

Themenfokus Herbst: Sichere Ausbildung in Krisenzeiten!?

Die Corona-Pandemie hat mit voller Wucht auch den gesamten Bereich der Aus- und Weiterbildung erfasst. Neue Förderinitiativen sollen Unternehmen dabei unterstützen, bestehende Ausbildungsplätze zu sichern. Wie kann das im Kreis Heinsberg am besten gelingen? Wer muss sich um die Umsetzung der Maßnahmen kümmern und reichen diese aus? Oder ist Corona nur das Brennglas, das vorher schon bestehende strukturelle Probleme mit Nachdruck zutage fördert. Diskutieren Sie mit …