Stärker in die Zukunft!

Sport - KSK Heinsberg 2019 - Bericht an die Gesellschaft

Sport

Erster Pitch für eine bessere Zukunft

Baseball hinter Gittern: Mit einem ganz besonderen Projekt setzt sich die BSV Wassenberg für Integration und Resozialisierung durch Sport ein.

Kurzer Blick zurück: Der 25. August 2018 war ein besonderer Tag in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heinsberg. Denn an diesem Tag startete das erste Softballturnier in einer deutschen Haftanstalt, eröffnet durch den zeremoniellen „First Pitch“, den ersten Wurf durch die Ehrengäste. Davon gab es an diesem Tag einige. Der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers war ebenso angereist wie sein Kollege aus dem Landtag, Thomas Schnelle, sowie Ronnie Goertz, Vorsitzender des Kreissportbundes.

Die Wassenberg Squirrels, Heinsberg Eagles und Siegen Pirates maßen sich an diesem Tag mit dem JVA-eigenen Team, den Lago Lions – benannt nach dem Lago Laprello, dem umgangssprachlichen Namen des Baggersees, an dem die Haftanstalt liegt. Initiiert wurde das Turnier vom Mutterverein der Squirrels, der Base- und Softballvereinigung (BSV) Wassenberg 01 e. V., gemeinsam mit den Sportbeamten der JVA. BSV-Vorstand Peter Dohmen hatte auch das Training der JVA-Mannschaft übernommen und sie, wie sich zeigte, hervorragend auf das Turnier vorbereitet.

Am Ende sprang zwar kein einziger Sieg für die Lions heraus, ein Erfolg war das Turnier dennoch. Es ist Teil einer Reihe von Kooperationen des BSV mit der JVA, die jungen Inhaftierten neue Perspektiven für die Zeit nach der Entlassung bieten soll. Dazu gehören regelmäßige Trainingsangebote hinter Gittern sowie Turniere mit regionalen und überregionalen Teams. Sport ist für Strafgefangene mehr als nur ein Zeitvertreib. Er bietet ihnen nach ihrer Inhaftierung, die Möglichkeit, sich über Vereine neue soziale Kontakte zu erschließen und zurück in die Gesellschaft zu finden.

Auch auf anderen Feldern setzt sich der BSV für Integration und Resozialisierung ein. So nahm der Verein schon früh Kontakt zu jugendlichen Geflüchteten auf und organisierte Trainings-Sessions, Workshops und Turniere. Außerdem hat der Verein im Rahmen des EU-Förderprogramms ERASMUS ein Konzept entwickelt, das Sport als Mittel zur Ansprache von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in prekären Situationen vorsieht. Die Kooperation mit der JVA ist eine Facette dieses Projekts, dazu bestehen bereits Kontakte und Austausch mit Vereinen und Initiativen in Griechenland, Österreich, Italien und der Türkei.

Für dieses Engagement erhielt der Verein im Jahr 2019 eine ganz besondere Anerkennung. Er wurde mit dem Integrationspreis der Kreissparkasse Heinsberg ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die Sparkasse Projekte und Initiativen, die sich für Völkerverständigung und Toleranz auf allen Gebieten von Kultur und Gesellschaft einsetzen. Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, lobte den Verein in der Laudatio für „die wertvolle Arbeit in dem für unsere Gesellschaft so wichtigen Themenfeld Integration“.

Förderung regionaler Sportangebote

Für Menschen aller Generationen ist Sport ein wichtiger Teil des sozialen Lebens. Sport dient dabei nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, sich vor Ort zu integrieren und Kontakte zu knüpfen. Deshalb ist es uns als Sparkasse ein Anliegen, in der Region ein breites Angebot sportlicher Aktivitäten für Menschen aller Altersgruppen zu sichern, insbesondere im Breitensportangebot. 2019 unterstützten wir mehr als 139 Projekte mit rund 105.000 Euro.

I10 Förderung regionaler Sportangebote
I10 Förderprojekte der Sparkasse Anzahl Fördervolumen in €
Geförderte Projekte insgesamt 139 105.777
Beispielhafte Aktivitäten:
Unterstützung Maßnahmen im Schulsport
Sportabzeichentage
Sommer-Biathlon
Heinsberger Firmenlauf
I10 Einbindung zentraler Angebote Anzahl Fördervolumen in €
Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche 1 3.000

Teilzeitausbildung: Wenig bekannt, aber mit guten Chancen

Ausbildung geht auch in Teilzeit: Für Menschen, die aufgrund verschiedener Faktoren keine Vollzeitausbildung anstreben können, bietet eine Teilzeitausbildung gute Chancen auf eine anerkannte berufliche Qualifikation. Noch ist diese Option aber wenig bekannt: Laut Bundesinstitut für Berufsbildung entfielen 2019 darauf nur 0,4 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge.

Kfz-Branche: Ausbildungsinitiative wird fortgesetzt

Klares Signal in der Krise: Die Kfz-Branche will gezielt weiter Nachwuchskräfte für Ausbildung und Karriere in der Automobilindustrie gewinnen. Die Nachwuchsinitiative „AutoBerufe – Mach Deinen Weg!“ soll fortgesetzt und gezielt durch Maßnahmen zum Digitalen Recruiting ergänzt werden, um Ausbildungsbetriebe und Bewerber*innen zusammenzuführen.

DGB-Report: Die Mehrzahl der Azubis ist zufrieden mit ihrer Ausbildung

Der weitaus größte Teil der Auszubildenden in Deutschland ist zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der eigenen Ausbildung: Das geht aus dem neuen Ausbildungsreport des DGB hervor, der Ende August veröffentlicht wurde. Am höchsten ist die Zufriedenheit bei Industriemechaniker*innen und Verwaltungsfachangestellten.

Ausbildung in Corona-Zeiten: Jetzt die Fachkräfte von morgen sichern

„Kaum eine Region in Deutschland hat so viel Lösungskompetenz wie unsere“, sagte IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel im März. Da waren die Corona-Pandemie und ihre Folgen noch nicht abzuschätzen. In der aktuellen Krise sieht Kohl-Vogel aber auch ermutigende Signale, wie etwa im Umstand, dass die meisten Betriebe im Kammer­bezirk auch weiterhin stark ausbilden wollen.

Thomas Giessing: Veränderung gestalten und die Zukunft besser machen

„Als Sparkasse sind wir den Menschen in unserer Region ganz besonders verpflichtet,“ sagt Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg. „Es gehört zu unserem Auftrag, zu Wohlstand, Lebensqualität und Wachstum im Kreis Heinsberg beizutragen. Mehr denn je erfordert das einen Blick, der über den eigenen Tellerrand hinausgeht und den Dialog sucht mit wichtigen Akteuren im Kreis, aber auch in der Nachbarschaft und darüber hinaus.“

Themenfokus Herbst: Sichere Ausbildung in Krisenzeiten!?

Die Corona-Pandemie hat mit voller Wucht auch den gesamten Bereich der Aus- und Weiterbildung erfasst. Neue Förderinitiativen sollen Unternehmen dabei unterstützen, bestehende Ausbildungsplätze zu sichern. Wie kann das im Kreis Heinsberg am besten gelingen? Wer muss sich um die Umsetzung der Maßnahmen kümmern und reichen diese aus? Oder ist Corona nur das Brennglas, das vorher schon bestehende strukturelle Probleme mit Nachdruck zutage fördert. Diskutieren Sie mit …