Bericht an die Gesellschaft

Nachhaltigkeitsstrategie - KSK Heinsberg 2018 - Bericht an die Gesellschaft

Nachhaltigkeitsstrategie

Ganzheitliches Denken und Handeln

Nachhaltiges Denken und Handeln ist ein wesentlicher Bestandteil unseres regionalen Geschäftsmodells. Unseren Erfolg wollen wir nicht nur nach wirtschaftlichen Ergebnissen, sondern auch nach dem gesellschaftlichen Nutzen für die Menschen im Kreis Heinsberg bemessen. Wir bauen unser Engagement in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales konsequent aus.

Chancen und Risiken nachhaltigen Wirtschaftens

Für uns als Kreissparkasse Heinsberg bilden die konkreten Nachhaltigkeitsprojekte des Kreises Heinsberg einen Referenzrahmen bei der Definition unseres geschäftspolitischen Handlungsbedarfs, von neuen Produktangeboten und gesellschaftlichen Initiativen.

Die relevanten Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung in unserem Geschäftsgebiet haben wir mit Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Demografie, Umwelt und Energie, Bildung und Integration sowie Lebensqualität analysiert und im „Bericht an die Gesellschaft 2018“ genauer dargestellt. Die aus unserer Sicht wesentlichen Handlungsfelder haben wir nachfolgend zusammengefasst:

Stärkung des Wirtschaftsstandorts
Die Stärkung vorhandener Kompetenzen, die Bindung ansässiger Unternehmen und der Ausbau kreisübergreifender Netzwerke waren auch 2018 die wichtigsten Aspekte der regionalwirtschaftlichen Entwicklungsstrategie für den Kreis Heinsberg. So initiierte der Wirtschaftsbeirat des Kreises im vergangenen Jahr ein beispielhaftes Projekt, um den Dialog zwischen kommunalen Verwaltungen und Unternehmen zu verbessern. Eine Woche lang hospitierten Azubis aus Unternehmen bei Ämtern und Behörden, im Gegenzug nahmen regionale Firmen in diesem Zeitraum Auszubildende aus der Verwaltung bei sich auf. Praktische Erfahrung und Workshops schafften Transparenz für Prozesse und Bedürfnisse und ermöglichten Dialog und Erfahrungsaustausch. Die Kreissparkasse Heinsberg beteiligt sich aktiv an diesem Projekt.

Die Förderung unternehmerischer Tätigkeit und von Innovationsfähigkeit ist der Kreissparkasse Heinsberg ebenso wie ihren Anspruchsgruppen ein wichtiges Anliegen. Nachdem wir 2017 in unserer Heinsberger Filiale mit dem Coworking Space „Werkbank“ eine räumliche Infrastruktur für innovative und kreative Unternehmen geschaffen haben und diese Plattform sich sehr erfolgreich etabliert hat, konnten wir dieses Engagement 2018 weiter vertiefen und das „Jungunternehmernetzwerk der Kreissparkasse Heinsberg“ gründen. Ziel dieser Initiative ist es, den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen jungen Unternehmerinnen und Unternehmern systematisch durch Veranstaltungen und andere Angebote zu fördern. 

Der Erfolg unserer auf die eigene Region konzentrierten Geschäftstätigkeit ermöglicht die umfangreiche Finanzierung regionaler sozialer Einrichtungen. Wir unterstützen die Wohlfahrtsverbände im Kreisgebiet, die mit den von uns zur Verfügung gestellten Mitteln wichtige Vorhaben finanzieren können. 2018 wurden insgesamt 680.940 Euro für soziale Projekte im Kreis von der Sparkasse bereitgestellt. Eine innovative Vernetzungsidee in diesem Bereich fördern wir seit 2018: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat im Kreis Heinsberg die Initiative „Gute Geschäfte“ ins Leben gerufen, die Wohlfahrtorganisationen und soziale Einrichtungen mit Unternehmen aus der Region zusammenbringt, um gesellschaftliche und soziale Weiterentwicklung durch den Austausch von Kompetenzen (Wissen), Personal (Zeit) und Sachleistungen (Mitteln) zielgerichtet zu fördern. Im Mai 2019 fand die erste Markplatz-Veranstaltung statt – 100 Unternehmen und gemeinnützige Organisationen, Initiativen und Vereine kamen in den Räumen der Sparkasse zusammen, um gemeinsame Anknüpfungspunkte auszuloten.

Nachhaltige wirtschaftliche Transformation
Für die Menschen im Osten des Kreises begann das Jahr 2018 mit dem Abschied von einem Wahrzeichen. Der „Immerather Dom“, die Kirche St. Jacobi, jahrzehntelang weithin sichtbares Erkennungszeichen des Dorfes Immerath, musste wie auch die umliegenden Häuser dem Tagebau Garzweiler II weichen. Im Sommer folgte die Verlegung der A61 nach Osten und der Abriss der alten Trasse. Beides sind deutliche Symbole dafür, dass der Strukturwandel, der durch das absehbare Ende der Braunkohleförderung eingeleitet wurde, noch lange nicht abgeschlossen, sondern in vollem Gange ist. 

An vielen Orten in Deutschland, auch im Kreis Heinsberg, haben insbesondere auch junge Menschen in den vergangenen Monaten für Umwelt- und Klimaschutz demonstriert. In unserer Region werden diese Entwicklungen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Energie- und Versorgungswirtschaft haben das Profil des Kreises Heinsberg stark geprägt: Sie haben Arbeitsplätze und Wohlstand geschaffen, aber auch in erheblichem Maße in die Natur und die Umwelt eingegriffen. Die anstehende Transformation bringt Herausforderungen und auch neue Perspektiven für den Kreis. Sie umfasst die Verpflichtung, aber auch Chance zum Aufbau trag- und entwicklungsfähiger Strukturen und Konzepte für die Zukunft des Kreises. 

Der Kreis Heinsberg gehört zu den Regionen Nordrhein-Westfalens (NRW) mit einem hohen Potenzial für Windenergie. Hier sind dreimal mehr Windkraftanlagen installiert als im Landesdurchschnitt. Als Sparkasse engagieren wir uns seit zehn Jahren für den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region. Dabei war und ist es uns wichtig, die Menschen in der Region durch regionale Anlageprodukte, wie z. B. Umweltsparbriefe oder Genossenschaftsanteile, aktiv in die Erschließung erneuerbarer Energiequellen in der Region einzubeziehen. Auch wenn sich die Dynamik seit 2017 in diesem Bereich aufgrund der veränderten Förder- und Rahmenbedingungen abgeschwächt hat, hatten wir im vergangenen Jahr weiterhin 132 Mio. Euro Kredite für erneuerbare Energie im Bestand. Unsere Kompetenz und Netzwerke in diesem Bereich werden wir auch weiterhin für eine zukunftsfähige Entwicklung in der Region einbringen. 

Der Klimaschutz ist eine zentrale, aber nicht die einzige Zukunftsausgabe, der sich Umwelt- und Naturschutz stellen müssen. Wichtig ist auch die Erhaltung von Biodiversität und Artenvielfalt. Im Kreisgebiet gibt es zahlreiche erfolgreiche Umweltschutzmaßnahmen, die Mut machen und beispielhaft sind. So etwa die Renaturierung des Myhler Bachs, die neue Lebensräume für bedrohte Amphibien und Pflanzen schuf und einen naturnahen Hochwasser- und Erosionsschutz ermöglicht. Im Rahmen unserer gesellschaftlichen Initiativen haben wir als Sparkasse 2018 das im Selfkant entstandene und überregional erfolgreiche Bildungsprojekt für Grundschüler „Bienen EinMalEins“ gefördert, das mehr als 1.000 Familien im Kreis animiert hat, kleine Blumenwiesen für Insekten anzulegen. In unserem „Bericht an die Gesellschaft“ stellen wir diese einfache und wirksame Idee genauer vor. 

Schaffung von nachhaltigem Wohnraum
Die Bevölkerung des Kreises ist auch im Jahr 2018 gewachsen – und dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach weiter fortsetzen: Nach Prognosen der Kreisverwaltung werden im Jahr 2040 rund 255.500 Menschen im Kreisgebiet leben. Parallel wird sich jedoch auch die Altersstruktur der Bevölkerung spürbar verändern – während die Zahl der 20- bis 63jährigen in diesem Zeitraum um 20.000 auf 130.000 sinkt, erwartet der Kreis bei den über 65jährigen einen Anstieg um 52.000 auf 78.000 Personen. Ein wichtiges Handlungsfeld ist dementsprechend die Wohnraumplanung. Studien zufolge müssen bis 2030 rund 11.000 Wohneinheiten im Kreis gebaut werden, um den Bedarf zu decken. So flossen 2018 bereits rund neun Mio. Euro in den sozialen Wohnungsbau, wovon rund acht Mio. Euro für den Mietwohnungsbau und rund eine Mio. Euro für die Förderung von Eigentum bzw. Modernisierungsmaßnahmen aufgebracht wurden. Die Kreissparkasse Heinsberg engagiert sich sowohl für bezahlbares als auch für umweltfreundliches Bauen. Sie ist der führende Partner sowohl für den Neubau als auch für die Instandsetzung privat genutzter Immobilien. In Heinsberg und Erkelenz engagieren wir uns seit 2017 beispielsweise für den Bau von zwei Klimaschutzsiedlungen, die nachhaltiges, innovatives und kostengünstiges Wohnen ermöglichen sollen. Insgesamt sollen dort jeweils rund 100 energieoptimierte Wohneinheiten erbaut werden.

Die Siedlungen sind als Mehrgenerationenquartiere konzipiert, in denen generationenübergreifendes Zusammenleben durch vielfältige Serviceangebote ermöglicht wird. 2018 wurden in Heinsberg 4 und in Erkelenz 13 Häuser fertiggestellt. Diese konnten von 6 Famililen und 16 älteren Menschen bezogen werden. Die Kreissparkasse Heinsberg ist an diesem Projekt beteiligt, weitere Projektpartner sind u. a. die Arbeiterwohlfahrt in Heinsberg sowie die Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz.

Herausforderung Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft
Als Sparkasse leisten wir einen Beitrag zur Zukunftsentwicklung – die Klimaschutzsiedlungen sind dafür ein anschauliches Beispiel. Für die nachhaltige Weiterentwicklung des Kreises Heinsberg braucht es ausreichende finanzielle Mittel. Auch zukünftig werden wir solche Angebote platzieren und so unsere Palette an nachhaltigen Finanzprodukten kontinuierlich ausbauen. Unser Anspruch ist es dabei, diese Produkte auch mit entsprechenden Nachhaltigkeitsstandards zu unterlegen. Dies gelingt uns für projektbezogene Anlageprodukte relativ einfach.

Das Management von Nachhaltigkeits- und Klimarisiken wird für die Finanzmarktstabilität jedoch insgesamt eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kündigte bereits 2017 an, im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktion Klimarisiken im Kreditgeschäft künftig stärker zu berücksichtigen (physische Risiken durch Wetterextreme, Risiken aus Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft). Die Aufforderung, Klimarisiken zu bewerten und zu steuern hat sie 2019 nochmals eindrücklich wiederholt. Den daraus für unsere Sparkasse entstehenden Handlungsbedarf werden wir nach Konkretisierung durch die Aufsicht bewerten. 

Im Kreditgeschäft ist die Umsetzung expliziter Nachhaltigkeitsstandards insgesamt eine Herausforderung. Denn sie ist mit der grundlegenden Fragestellung verbunden, welche Vorsorgekriterien sich mit unserem öffentlichen Versorgungsauftrag als Sparkasse verbinden lassen. Hier muss die Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt tragfähige Antworten erarbeiten – an der Entwicklung entsprechender Nachhaltigkeitskonzepte für das Kreditgeschäft haben wir als Kreissparkasse Heinsberg 2017 auf der Ebene des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands aktiv mitgewirkt.

Verankerung von Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsverständnis

Bereits im Jahr 2012 hat der Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg eine Selbstverpflichtung zu Nachhaltigkeit unterzeichnet und in der Geschäftsstrategie verankert. Sie umfasst das Bekenntnis, wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt zu verbinden. Zukünftige Generationen sollen überall dieselben Chancen auf ein gutes Leben haben. Nachhaltige Entwicklung bedeutet für uns als Sparkasse konkret, die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks und die Erhöhung der für alle frei zugänglichen Lebensqualität.

Die Kreissparkasse Heinsberg bekennt sich zum Regionalprinzip und macht sich stark für mehr Nachhaltigkeit im Kreis Heinsberg. Aus unserer besonderen, dem Gemeinwohl verpflichteten unternehmerischen Haltung heraus leisten wir mit unserer Geschäftspolitik, unseren Produkten und gesellschaftlichen Initiativen einen substanziellen Beitrag zu nachhaltigem Wohlstandswachstum, zu besserer Lebensqualität und Zukunftsentwicklung in der Region.

Personelle Verantwortung für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsmanagement wird in der Kreissparkasse Heinsberg als Querschnittsaufgabe verstanden, die alle Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Beschäftigten betrifft.

Gesamtvorstand und Vorstandsvorsitzender
Der Gesamtvorstand definiert die Nachhaltigkeitspolitik der Kreissparkasse Heinsberg. Er entscheidet über die Ziele und Maßnahmen des Nachhaltigkeitsprogramms, das grundsätzlich jährlich, im Rahmen der Jahresplanung, überarbeitet und in einer entsprechenden Managementteamsitzung diskutiert wird. Zudem vertritt der Gesamtvorstand die Nachhaltigkeitspolitik und das Nachhaltigkeitsprogramm sowie die erzielten Ergebnisse gegenüber den Anspruchsgruppen und dem Verwaltungsrat. Er ist dafür verantwortlich, dass die im Nachhaltigkeitshandbuch fixierten Regelungen bekannt sind, beachtet und regelmäßig überarbeitet werden. Innerhalb des Vorstands ist der Vorstandsvorsitzende für das Thema Nachhaltigkeit zuständig und initiiert gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsbeauftragten Umsetzungsmaßnahmen in diesem Bereich. 

Nachhaltigkeits- und Umweltbeauftragte
Die operative Steuerung liegt bei der Nachhaltigkeitsbeauftragten, die an den Vorstandsvorsitzenden berichtet und zudem den Gesamtvorstand bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitspolitik sowie bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsprogramms berät. Dabei steuert und koordiniert die Nachhaltigkeitsbeauftragte die operativen Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit nach den Vorgaben des Nachhaltigkeitsprogramms der Kreissparkasse Heinsberg, sofern die Maßnahmen nicht bereits durch eine Fachabteilung koordiniert bzw. umgesetzt werden. Zudem überprüft die Nachhaltigkeitsbeauftragte, ob die implementierten Regelungen zur Nachhaltigkeit ausreichen, um den Anforderungen der Nachhaltigkeitspolitik gerecht zu werden und eine Konformität mit den definierten Zielen zu gewährleisten. Sie fungiert als zentrale Impulsgeberin und Ansprechpartnerin für alle nachhaltigkeitsrelevanten Fragen in der Kreissparkasse Heinsberg.

Organisationseinheiten, Führungskräfte und Beschäftigte
Für eine konsequente Umsetzung der Nachhaltigkeitspolitik und die Schaffung eines entsprechenden Bewusstseins in allen Organisationseinheiten hat die Kreissparkasse Heinsberg das Thema „Nachhaltigkeit“ als Führungs- bzw. Leitungsaufgabe definiert. Die Führungskräfte tragen die Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitspolitik und des Nachhaltigkeitsprogramms und fördern das nachhaltige Bewusstsein bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei identifizieren die Führungskräfte aktiv Verbesserungspotenziale und bringen diese Ideen im Rahmen der Jahresplanung für das Nachhaltigkeitsprogramm ein. Ebenso unterstützen die Führungskräfte die regelmäßige Erfassung der Nachhaltigkeits- und Umweltkennzahlen. 

Alle Beschäftigten der Kreissparkasse Heinsberg tragen die Verantwortung, die Nachhaltigkeitspolitik zu beachten und sind aktiv aufgefordert, Verbesserungspotenziale im Bereich Nachhaltigkeit zu identifizieren und diesen ihren Vorgesetzten, der Nachhaltigkeitsbeauftragten oder über das Ideenmanagement mitzuteilen.

Nachhaltigkeitsstrategie

Unseren Erfolg wollen wir nicht nur nach wirtschaftlichen Ergebnissen, sondern auch nach dem gesellschaftlichen Nutzen für die Menschen im Kreis Heinsberg bemessen. Wir verstetigen unser Engagement in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

In Ergänzung zur oben dargestellten Selbstverpflichtung ist Nachhaltigkeit über vier wesentliche Instrumente in der Kreissparkasse Heinsberg implementiert:

  1. Die Nachhaltigkeitspolitik bildet die strategische Grundlage für Nachhaltigkeit in unserer Geschäftspolitik, in unserem Produktangebot sowie in unserem gesellschaftlichen Engagement. Die Zielentwicklung und Steuerung der Nachhaltigkeitsleistung erfolgt anhand der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) anerkannten Sparkassen-Indikatoren in den Dimensionen „Haltung“, „Produkte“ und „Initiativen“.
  2. Die Leitsätze zu Nachhaltigkeit schaffen den inhaltlichen Handlungsrahmen für die Verknüpfung unserer Nachhaltigkeitspolitik mit der Region sowie für die Kommunikation mit unseren Anspruchsgruppen. Sie werden nachfolgend unter dem Punkt „Leitsätze“ ausgeführt.
  3. Das Nachhaltigkeitsprogramm beinhaltet unsere lang- und kurzfristigen Nachhaltigkeitsziele, die dazugehörigen Maßnahmen sowie Verantwortlichkeiten zur Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung. Nähere Angaben dazu finden sich nachfolgend unter dem Punkt „Handlungsprogramm“.
  4. Im „Bericht an die Gesellschaft“ legen wir unsere Nachhaltigkeitsleistung sowie die Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags anhand der Sparkassen-Indikatoren offen. Dazu haben wir 2013 eine grundlegende Bestandsaufnahme erstellt, die wir seitdem jährlich aktualisieren. Auf der Grundlage des „Berichts an die Gesellschaft“ erstellen wir ebenfalls seit 2013 auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

Bei der Entwicklung der verschiedenen Instrumente zur Umsetzung von Nachhaltigkeit wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Heinsberg im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses aktiv einbezogen. Ziel war es, eine breite Beschäftigung mit dem Thema und Akzeptanz für die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Sparkasse zu schaffen. Über die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit in der Sparkasse sowie über unseren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung im Kreis Heinsberg informieren wir alle Beschäftigten jährlich.

H4 Strategische Verankerung von Nachhaltigkeit
H4 Strategische Implementierung von Nachhaltigkeit Status
Verankerung von Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie implementiert
Gesonderte Nachhaltigkeitsstrategie nicht vorhanden

Leitsätze zur Nachhaltigkeit

Einen verbindlichen Rahmen für unser Handeln zum Wohle von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen in der Region schaffen die „Leitsätze zur Nachhaltigkeit“. Sie konkretisieren unsere Rolle im Hinblick auf die Sicherung von nachhaltigem Wohlstand und Zusammenhalt im Kreis Heinsberg.

Leitsätze zur Nachhaltigkeit
1.
Wir erfüllen unseren öffentlichen Auftrag und übernehmen Verantwortung für Menschen und Unternehmen im Kreis Heinsberg.
2.
Wir arbeiten als führendes Kreditinstitut zum Wohle der Menschen.
3.
Wir fördern den Klimaschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
4.
Wir fördern Teilhabe an nachhaltigem Wohlstand und frei zugänglicher Lebensqualität für alle.

Nachhaltigkeitsziele und Maßnahmen

Im Rahmen der nachhaltigen Unternehmensführung wird die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsverständnisses regelmäßig verfolgt. In allen wesentlichen Strategien der Sparkasse, werden Nachhaltigkeitsaspekte eingearbeitet. Bei jedem Beschluss des Vorstands wird darüber hinaus aktiv geprüft, ob die Entscheidung mit unserem Nachhaltigkeitsanspruch vereinbar ist.

Als quantitatives Ziel haben wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen formuliert. Ziel ist es, den Anteil der weiblichen Führungskräfte bis 2024 auf 30% zu erhöhen. Die Zahlen werden jährlich erhoben und in unserem "Bericht an die Gesellschaft" veröffentlicht.

Die Umweltpolitik der Kreissparkasse Heinsberg ist in der "Umweltleitlinie" fixiert. Sie formuliert qualitative Ziele und Vorgaben, die für alle Standorte sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich gelten. Übergeordnetes qualitatives Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck langfristig zu verbessern. Quantiative Ziele wurden bisher nicht definiert. 2019 wird ein neues Energie-Audit durchgeführt. Hieraus resultierende mögliche Handlungsempfehlungen werden als Maßnahmen für 2020 und die Folgejahre vorgeschlagen und geplant.

Alle regulatorischen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit werden von der Kreissparkasse Heinsberg beachtet. Die Umsetzung der internationalen Entwicklungsziele (SDGs) werden in der Finanzwirtschaft insbesondere durch den EU-Aktionsplan erreicht.

Bei unseren Nachhaltigkeitszielen erfolgt keine festgelegte Priorisierung. Alle Ziele werden gleichrangig bearbeitet.

H5 Nachhaltigkeitsziele und Maßnahmen
H5 Operative Implementierung von Nachhaltigkeit Status
Definition von strategischen Nachhaltigkeitszielen implementiert
Definition von operativen Nachhaltigkeitszielen implementiert
Prozess zur Maßnahmenentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit implementiert
Jährliches Monitoring der Zielerreichung implementiert

Handlungsprogramm zur Implementierung von Nachhaltigkeit

Der Finanzwirtschaft kommt bei der Ausgestaltung einer „nachhaltigen Wirtschaft“ eine wichtige Rolle zu. Die EU-Kommission hat im März 2018 den „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ vorgelegt, der an die Vorschläge der EU-Expertengruppe für nachhaltige Finanzwirtschaft („High-Level Expert Group on Sustainable Finance“) anknüpft.

Ziel des EU-Aktionsplans ist es, mehr Kapital in nachhaltige Investitionen zu lenken sowie finanzielle Risiken, die sich aus dem Klimawandel, der Ressourcenknappheit, der Umweltzerstörung und sozialen Problemen ergeben, im Risikomanagement zu berücksichtigen. Auf diese Weise sollen das Finanzsystem gestärkt sowie Transparenz und Langfristorientierung des Finanzsektors erhöht werden.

Der EU-Aktionsplan umfasst zehn Maßnahmen zur Schaffung eines nachhaltigen Finanzystems und schafft einen wichtigen Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft (Aktivgeschäft, Passivgeschäft, Eigenanlage) sowie auch im Bankbetrieb (z. B. Umweltbelange) von Finanzinstituten. Die Umsetzung dieser zehn Maßnahmen soll weitgehend im Jahre 2019 erfolgen.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns über Ihre Meinung und Ihre Anregungen zu unserem „Bericht an die Gesellschaft“.

Schreiben Sie uns einfach – wir sind neugierig.

Vielen Dank.
Ihre Kreissparkasse Heinsberg