Bericht an die Gesellschaft

Umweltbelange - KSK Heinsberg 2018 - Bericht an die Gesellschaft
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Umweltbelange

Engagiert für Umwelt- und Klimaschutz

Die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks hilft, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Als Sparkasse engagieren wir uns auf vielfältige Weise für den Klimaschutz sowie den Schutz von Natur und Artenvielfalt in der Region. Die Kreissparkasse Heinsberg setzt sich mit einer verantwortungs- und risikobewussten Geschäftspolitik für eine nachhaltige Wohlstandsentwicklung in der Region ein und hat in den letzten Jahren die Verbesserung der eigenen betrieblichen Umweltleistung vorangetrieben.  

Umweltziele und Maßnahmen

Bewertung von Risiken im Bereich Umweltbelange

Negative Auswirkungen unserer eigenen Geschäftstätigkeit auf die Umwelt sind im Vergleich zu vielen anderen Geschäftszweigen eher gering. Natürliche Ressourcen verbrauchen wir primär im Bereich Papier und Energie.  Bei unseren Verbräuchen sehen wir keine Risiken, die schwerwiegende ökologische Auswirkungen nach sich ziehen könnten.

Aufgrund der geografischen Lage unseres Geschäftsgebiets betrachten wir jedoch mögliche Risiken, die Umwelteinflüsse auf unsere Geschäftstätigkeit haben könnten. Die Ereignisse im japanischen Fukushima haben dazu geführt, dass wir in Stresstests im Rahmen einer Szenarioanalyse die Gefahren bzw. Auswirkungen eines nuklearen Unglücks in Nähe zu unserem Geschäftsgebiet (in der Kernforschungsanlage Jülich bzw. im belgischen Atomkraftwerk Tihange) quartalsweise betrachten und bewerten. Darüber hinaus haben wir mögliche Risiken aufgrund von Naturgewalten (Hochwasser, Sturm, Feuer, Blitzschlag, Erdbeben etc.) im Bereich der „Operationellen Risiken“ als wesentlich identifiziert und mit Verlustparametern bewertet. Mindestens jährlich erfolgt eine Überprüfung derartiger Risiken sowie bezüglich des Managements derartiger Risiken eine Aktualisierung der erarbeiteten Notfallpläne. Zu möglichen Schäden aus derartigen Ereignissen unterhält die Kreissparkasse Heinsberg diverse Versicherungen.

Umweltziele

Die Umweltpolitik der Kreissparkasse Heinsberg ist in der „Umweltleitlinie“ fixiert. Sie formuliert qualitative Ziele und Vorgaben, die für alle Standorte sowie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Heinsberg verbindlich gelten. Der Vorstand ist in die Entwicklung der Ziele und Konzepte eingebunden. Alle Dienstleister und Geschäftspartner, die für die Kreissparkasse Heinsberg umweltrelevante Aufgaben übernehmen, werden darüber hinaus in das Umweltmanagement einbezogen.

Unser übergeordnetes qualitatives Ziel ist es, unseren ökologischen Fußabdruck langfristig zu verbessern. Als wesentliche Stellhebel haben wir dabei die Reduzierung des Stromverbrauchs, den Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen unseres Gebäudemanagements sowie die Reduktion unseres Papierverbrauchs definiert.

Quantitative Umweltziele wurden nicht definiert. Unsere Umweltwirkung machen wir jedoch seit 2013 systematisch transparent durch die Erhebung der Umweltkennzahlen nach dem Branchenstandard des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU–Kennzahlen), die sich nach internationalen Standards der Umwelt– und Klimaberichterstattung (Global Reporting Initiative (GRI), Greenhouse Gas Protocol (GHGP) und Carbon Disclosure Project (CDP)) richten. Die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 2.227 t brutto (Datenbasis 2017) gegenüber 2.644 t brutto im Vorjahr.

Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung

Die kontinuierliche Verbesserung unserer Umweltleistung im Bankbetrieb ist uns ein wichtiges Anliegen. Dazu setzen wir seit 2013 konsequent Verbesserungsmaßnahmen um, mit denen wir die Energieeffizienz verbessern. Seit 2013 machen wir diese Maßnahmen im Rahmen unseres Berichts an die Gesellschaft transparent. Nachfolgend haben wir die wesentlichen Maßnahmen, die wir im vergangenen Jahr umgesetzt haben, zusammengefasst. Die Wirkung der einzelnen Maßnahmen messen wir aus technischen Gründen nicht, berichten jedoch über unsere Umweltleistung insgesamt anhand der VfU-Kennzahlen.

Auf der Grundlage des Energieaudits 2019 werden wir unser Umweltziele erneut überprüfen und entsprechende Maßnahmen für 2020 ableiten.

Filialen/Filialausstattung:

  • Ein Schlüsselfaktor für besseren Klimaschutz ist die Stromeinsparung. Vor diesem Hintergrund haben wir in den vergangenen Jahren umfassende Investitionen in stromsparende Technik in verschiedenen Bereichen getätigt. Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen führen wir seit Jahren unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten durch. Dabei wurden und werden konsequent neueste technische Standards eingesetzt und damit auch ökologische Aspekte wie Wiederverwendbarkeit und Energieeffizienz bei der Filialausstattung berücksichtigt.
  • Dies bringt auch umfassende Investitionen in stromsparende Technik, Beleuchtungs-, Heizungs- und Klimatechnik mit sich. Unser Hauptstellengebäude wurde als „Green Building“ mit Erdwärmegewinnung zertifiziert. Wir legen großen Wert auf eine nachhaltige Produkt- und Materialauswahl sowie auf die Auswahl von Unternehmern/Auftragnehmern aus unserer Region.
  • Dies gilt im besonderen Umfang bei Umsetzung unseres neuen Filialkonzeptes. Zwischen 2015 und 2018 wurden 39 Filialen zu "Filialen der Zukunft" umgebaut und auf ein neues Filialkonzept umgestellt.
  • Durch den Einbau von Photovoltaikanlagen, Energiesparmaßnahmen und durch Reduzierung der Flächen und Geschäftszeiten (z. B. durch Umstellung in SB-Filialen) konnten wir zwischen 2015 und 2017 durchgehend in den Filialen Energieeinsparungen zwischen 10 % und 65 % verzeichnen.
  • Der Einbau von Photovoltaikanlagen gehört bei Umbauten eigener Objekte - je nach Machbarkeit - zum Standard. Nachhaltigkeitsaspekte werden darüberhinaus auch beim Einkauf von Teppichböden und Mobiliar berücksichtigt. Hier wird Wert gelegt auf wiederverwertbare Materialien. Möbel in modularer Bauweise werden bevorzugt eingesetzt. Diese versetzen uns in die Lage, durch einfachen Umbau auf zukünftige Ansprüche zu reagieren. Altmobiliar aus geschlossenen Filialen wird an Flüchtlingshilfe-Organisationen verschenkt.

IT-Bereich:

  • Im IT-Bereich forciert die Kreissparkasse Heinsberg die Nutzung zentraler Systeme. Durch den sukzessiven Rückbau dezentraler Technik werden Ressourcen eingespart und zentrale, optimierte und skalierbare IT-Systeme genutzt. Darüber hinaus entfallen durch zentrales Management Fahrten für Service-/Wartungs-/ Migrationstätigkeiten zu den Filialstandorten. 
  • Nachdem wir bereits seit 2011 zentralisierte Server nutzen, wurden in 2018 im Rahmen der All-IP-Migration auch 39 dezentrale Telefonsysteme unterschiedlicher Größe durch eine zentrale Anlage im externen Rechenzentrum ersetzt. Hierdurch war es möglich, die Klimatisierungssysteme weiter zu reduzieren und in vielen Standorten kleine Notstromversorgungen (mit Batteriespeichern) zurückzubauen. 
  • Im Netzwerkbereich konnten in 2018 die Netzwerkkomponenten flächendeckend durch optimierte Systeme, die deutlich energiesparender sind, ersatzbeschafft werden. Für die IT-Arbeits- und Kassenplätze werden weiterhin soweit wie möglich stromsparende Thin-Clients eingesetzt (inzwischen 97 % aller IT-Arbeitsplätze). 
  • Nach Umsetzung eines neuen Druckerkonzepts in 2017 wurden in 2018 weitere Optimierungen durchgeführt: Die Farbdruckfunktion wurde am Hauptstellenstandort in moderne, stromsparende Multifunktionsgeräte integriert und die Telefaxfunktion auf eine papierlose Lösung für alle Standorte umgestellt. Darüber hinaus wurden zahlreiche Workflows digitalisiert (z. B. papierlose Urlaubsgenehmigungen, Zeiterfassung insbesondere mit Telefon-Endgeräten, digitale Bereitstellung von Jahresabschlussunterlagen, Forcierung von Dokumenten-Scans). 
  • Im Rahmen einer bevorstehenden Betriebssystemmigration wurden die Steuerrechner von Geldautomaten, SB-Terminals und Kontoauszugsdruckern durch neue, stromsparendere Systeme ausgetauscht. Wo transaktionsabhängig möglich, wurde der Gerätestand angepasst, z. B. Wegfall monofunktionaler Geräte (nur Kontoauszüge), Nutzung multifunktionaler SB-Terminals (Überweisungen, Kontoauszüge, Daueraufträge). Dies war insbesondere möglich, da die Nutzung des Onlinebankings mit vielfältigen Leistungen (z. B. Elektronisches Postfach für Sparkassendokumente und Dokumente der Verbundpartner, Nutzung als E-Safe) erheblich ausgebaut und von den Kunden umfangreich genutzt wird. 

Papier:

  • Wir nutzen ungestrichenes holzfreies Papier (WFU) mit PEFC-Logo und EU Ecolabel, EMAS, EU Umweltzeichen, ISO 14001, ISO 50001, ISO 9001, OHSAS 18001, PEFC Chain of Custody, Permanentpapier ISO 9706.
  • Briefumschläge und Thermokontoauszugspapier haben das FSC-Logo.
  • Die Nutzung des Elekronischen Postfachs wird weiter forciert. Darüber hinaus werden beispielsweise Kontoauszüge und andere Kundendokumente digital, und damit papierlos, zur Verfügung gestellt. 

Sonstige Verbräuche:

  • Es ist unser grundsätzliches Bestreben, Ressourcen zu schonen.
  • Im vergangenen Jahr haben wir den Austausch der bisherigen Safebag-Beutel, mit denen wir das Hartgeld unserer Kunden sicher an unser Geldtransportunternehmen zur Kontogutschrift weiterleiten, gegen eine umweltfreundlichere Variante beschlossen. Die neuen Beutel sind aus recycelbarer Folie mit dem Logo des "Blauen Engels".
  • Für unser Espresso-Mobil, mit dem wir bei Veranstaltungen Kaffeespezialitäten an Besucherinnen und Besucher ausschenken, haben wir die Plastikrührer gegen eine Variante aus Holz getauscht und anstelle vieler einzelner Milchportionen kommen nun Milchkännchen zum Einsatz.

Mobilität:

  • In den Gebäuden Erkelenz und Heinsberg sind Ladestationen für Elektroautos installiert. Die Stationen sind darüber hinaus auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Fahrradstellplätze an unseren drei großen Standorten fördern die alternative Nutzung des Zweirades und somit die Gesundheit unserer Beschäftigten und auch unserer Kundinnen und Kunden.

VfU-Kennzahlen

H10 VfU Kennzahlen Absolute Zahlen pro Jahr gemäß Erhebung Daten- qualität Relative Zahlen pro Mitarbeiter oder in Prozent THG - Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalente
Gebäudeenergie
Gesamter Gebäudeenergieverbrauch in MJ (MJ pro Mitarbeiter) 16.304.366 29.866 1,922
Stromverbrauch in MJ (MJ pro Mitarbeiter) 9.713.161 17.790 1,449
Strom aus markttypischem Mix 9.713.161 3 1,449
Wärmeverbrauch in den Gebäuden (MJ pro Mitarbeiter) 6.591.206 12.077 473
Verbrauch fossiler Brennstoffe in MJ 6.591.206 473
Erdgas 6.166.628 3 433
Heizöl 424.578 3 40
Geschäftsreisen
Geschäftsreiseverkehr insgesamt in km (km pro Mitarbeiter) 823.656 1.509 256
Direkter Straßenverkehr (erfasst in km, Scope 1) 235.518 2 29% 78
Fahrten mit Elektro-Fahrzeugen (Scope 2) 12.510 2 2% 0
Indirekter Straßenverkehr in km (Scope 3) 550.028 2 67% 175
Flugverkehr Langstrecke - Economy 25.600 2 3% 3
Papier
Papierverbrauch insgesamt in Tonnen (kg pro Mitarbeiter) 38 70 42
Frischfaserpapier (ECF und TCF) 38 3 100% 42
Anteil Papier mit Nachhaltigkeits-Labeln in % 76 76%
Wasser
Wasserverbrauch insgesamt in m3 (Liter pro Mitarbeiter) 3.960 7.253 3
Trinkwasser 3.960 2 100% 3
Abfälle
Abfälle zur Verbrennung 10 0 100% 5
H10 VfU Kennzahlen Absolute Zahlen pro Jahr gemäß Erhebung Relative Zahlen pro Mitarbeiter oder in Prozent
Treibhausgas-Emissionen (Daten extrapoliert auf 100%-System)
Direkte und indirekte THG-Emissionen brutto in Tonnen = Carbon Footprint des Betriebs mit Scope 2 Location Based (kg pro Mitarbeiter) 2.227 4.078
Direkte und indirekte THG-Emissionen brutto in Tonnen = Carbon Footprint des Betriebs mit Scope 2 Market Based (kg pro Mitarbeiter) 2.227 4.079
Direkte Emissionen Scope 1 417 764
indirekte Emissionen Scope 2 Location-based method 1.448 2.653
indirekte Emissionen Scope 2 Market-based method 1.449 2.654
indirekte THG-Emissionen aus Scope 3 361 662
Verbleibende Netto-THG-Emissionen in Tonnen nach Kompensation / Offsetting durch Zertifikate (Anteil der Brutto-Emissionen in %): 2.227 100%

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Ihre Kreissparkasse Heinsberg