Bericht an die Gesellschaft

Personal - KSK Heinsberg 2018 - Bericht an die Gesellschaft

Personal

Open Space: ein Forum für wertvolle Ideen

Wertpapiere sollten für eine nachhaltige private Altersvorsorge unerlässlich sein. Doch noch immer ist die Wertpapierkultur in Deutschland zu wenig entwickelt. Was kann getan werden, um mehr Kundinnen und Kunden für eine Optimierung ihrer Vorsorge mit Wertpapieren zu interessieren? Darüber diskutierten 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Heinsberg im Rahmen eines Workshops, der in der „Werkbank Heinsberg“ stattfand.

Der Workshop brachte zugleich die Premiere eines neuen Formats, des sogenannten „Open Space“. Dieses Konferenzformat ermöglicht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ihre Erfahrungen und Ideen in die Ausarbeitung neuer Konzepte einzubringen. Außerdem erlaubt das Format die Bearbeitung komplexer Fragestellungen innerhalb kurzer Zeit und eine zielorientierte Ausarbeitung von Ergebnissen.

Das bedeutete konkret, dass alle Teilnehmenden zu Beginn die Themen des Workshops eigenverantwortlich bestimmen und Verantwortung für die Umsetzung der Vereinbarungen nach der Veranstaltung übernehmen konnten. Zum Start des Konferenztages wurde daher im Plenum offen diskutiert, welche Aspekte und Diskussionspunkte bearbeitet werden sollten. Kleine Arbeitsgruppen erörterten anschließend die Themen, wobei die Zusammensetzung dieser Gruppen während der Diskussionen wechselte: Das ermöglichte eine hohe Flexibilität und stellte sicher, dass möglichst viele Teilnehmende mit allen wichtigen Ansätzen und Ideen in Kontakt kamen.

Der Workshop brachte intensive Diskussionen und produktive Ergebnisse für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es wurden viele Ideen und Ansatzpunkte entwickelt, die dem Produktausschuss der Kreissparkasse Heinsberg zur Analyse vorgelegt wurden. Besonders viel positive Resonanz gab es auf den Fokus für die Idee „Wertpapiere für junge Kunden“, „Neue Veranstaltungskonzepte“ und „Social Media“. Insgesamt zeigte sich, dass „Open Space“ ein geeignetes Format ist, um möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit zu bieten, konstruktiv an strategisch bedeutsamen und zukunftsrelevanten Themen der Kreissparkasse Heinsberg mitzuwirken.

Beschäftigungspolitik und Gleichbehandlung

Bewertung von Risiken im Bereich Arbeitnehmerbelange

Grundlage für die Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags und für die Erreichung unserer Unternehmensziele sind kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unsere Kundschaft qualifiziert und verlässlich beraten. Die Digitalisierung und der demografische Wandel sind im Personalbereich wichtige Herausforderungen bzw. Risiken, denen wir uns als Sparkasse stellen und die wir im Rahmen der regulären Personalentwicklungsplanung unter Einbindung des Vorstands analysieren.

Als Arbeitgeberin ist die Sparkasse gefordert, die Kompetenzen ihrer Beschäftigten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die fachliche Weiterqualifizierung ist ebenso wichtig wie die Möglichkeit, persönliche Anliegen der Beschäftigten mit den Interessen der Sparkasse zu vereinbaren. Wesentliche Handlungsfelder unserer Personalarbeit sind daher die Sicherstellung der erforderlichen Qualifikation aller Beschäftigen sowie der Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit durch ein familienfreundliches und gesundheitsorientiertes Arbeitsumfeld. Dies trägt auch zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität bei, die für die Bindung und Rekrutierung motivierter und leistungsstarker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter notwendig ist.

Beschäftigungspolitik

Die Geschäftstätigkeit der Kreissparkasse Heinsberg ist auf den Kreis Heinsberg begrenzt, die Mehrzahl unserer Beschäftigten sowie Führungskräfte lebt im Geschäftsgebiet. Hier vor Ort bilden wir Nachwuchskräfte aus, fördern ihre Fähigkeiten und entwickeln ihre Kenntnisse umfassend weiter. Unsere Ausbildungsquote betrug 6,4 Prozent im Berichtsjahr. Mehr als 80 Prozent aller Auszubildenden haben wir 2018 nach dem Abschluss der Berufsausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Kreissparkasse Heinsberg beträgt 20,1 Jahre.

Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut unterliegt die Sparkasse dem „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Bereich Sparkassen“ in dem Gehälter, die Arbeitszeit und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. 99,3 Prozent aller Beschäftigten der Kreissparkasse Heinsberg haben Arbeitsverträge nach diesem Tarifvertrag. Außertarifliche Verträge dürfen die Beschäftigten nicht schlechter stellen als Beschäftigte mit Tarifvertrag. Als regional in Deutschland tätiges Kreditinstitut beschäftigt die Kreissparkasse Heinsberg alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Eine transparente Personalentwicklung ist uns ein wichtiges Anliegen. Das für alle Beschäftigten zugängliche Personalhandbuch beschreibt unser Personalentwicklungssystem sowie notwendige Qualifizierungsanforderungen und -voraussetzungen. Regelmäßige Potenzialanalysen, die Einrichtung von Traineéstellen sowie die Sicherstellung eines Ausbildungsvorlaufes bei Stellenneubesetzungen sollen sicherstellen, dass das Qualifikationsniveau unserer Beschäftigten angemessen ist und auf Vakanzen rechtzeitig reagiert werden kann. Zur Deckung möglicher Fluktuationen in Bereichen mit weitergehenden, speziellen Qualifizierungsanforderungen wurde durch die Schaffung von Traineéstellen besondere Vorsorge getroffen, um unseren Kundinnen und Kunden eine gleichbleibend hohe Beratungsqualität zu bieten und nachhaltige Störungen der Betriebsabläufe durch das Ausscheiden von Beschäftigten zu verhindern. Die vorgenannten Personalentwicklungsprozesse werden unter Einbindung des Vorstands im Rahmen der Regelprozesse gesteuert und gemessen. 

Über die betriebliche Mitbestimmung hinaus achten wir auf eine werte- und teamorientierte Führungskultur. Regelmäßige Beurteilungen und Mitarbeiterbeteiligungen unterstützen unsere Personalpolitik. Entsprechend der Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet. Darüber hinaus können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich im Rahmen von  Beschwerderechten, Personalentwicklungs­prozessen und Feedbackmechanismen sowie auch speziellen Dialogformaten wie Mittagsrunden mit dem Vorstand oder dem Jahrestreff regelmäßig einbringen. Das Ideenmanagement eröffnet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich aktiv an der Weiterentwicklung der Sparkasse zu beteiligen. Wir ermutigen alle Beschäftigten, auf diesem Wege neue Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen und sich an thematischen „Ideenaktionen“ zu beteiligen. So sind in den vergangenen Jahren regelmäßig Verbesserungen für unsere Arbeit entstanden.

Für die breite interne Akzeptanz der Nachhaltigkeitspolitik wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess eingebunden. Bei der Integration von Nachhaltigkeit in das Unternehmensleitbild ermöglichten z. B. Informationsveranstaltungen mit dem Vorstand, ein „Leitbild-Forum“ im Intranet und Mitarbeiter-Workshops eine breite Beschäftigung mit dem Thema. Darüber hinaus tragen alle Führungskräfte in ihren Organisationseinheiten die Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitspolitik, fördern das entsprechende Bewusstsein bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und identifizieren Verbesserungspotenziale.

Maßnahmen zur Umsetzung von Gleichstellung

Auf der Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen werden Frauen und Männer in der Kreissparkasse Heinsberg für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet. Alle Arbeitsplätze in der Sparkasse sind entsprechend der mit ihnen verbundenen Anforderungen und zu bewältigenden Aufgaben bezogen auf die Vergütungsgruppe bewertet. Diese Bewertung fließt in den Stellenplan der Kreissparkasse Heinsberg ein. Unter Beachtung der Regelungen des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG), des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und der Mitbestimmungsrechte des Landespersonalvertretungsgesetzes erhalten dementsprechend Frauen und Männer als Beschäftigte der Kreissparkasse Heinsberg bei vergleichbaren Arbeitsplätzen und gleicher Formalqualifikation die gleichen Vergütungen.

Die Kreissparkasse Heinsberg beachtet die Gleichstellung von Mann und Frau nach dem Landesgleichstellungsgesetz (LGG). Nach Maßgabe dieses Gesetzes und anderer Vorschriften zur Gleichstellung von Frauen und Männern, werden Frauen in unterrepräsentierten Bereichen anhand eines Frauenförderkonzepts gefördert, um bestehende Benachteiligungen abzubauen. Ziel dieses Gesetzes ist weiterhin, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu fördern.

Sichergestellt wird die Gleichbehandlung weiterhin durch interne Stellenausschreibungen und Wahrnehmung der Mitbestimmungsrechte des Personalrats und der Stellungnahme zu personellen Entscheidungen durch die Gleichstellungsbeauftragte. 

Die Kreissparkasse Heinsberg hat eine Gleichstellungsbeauftragte und eine Stellvertreterin ernannt, die ihre Rechte uneingeschränkt wahrnehmen können. Im vergangenen Jahr wurden keine Eingaben bei der Gleichstellungsbeauftragten gemacht.

Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes

Die Vorgaben des Entgelttransparenzgesetzes sind in der Kreissparkasse Heinsberg umgesetzt. Möchten Beschäftigte von ihrem Auskunftsrecht Gebrauch machen, richten sie ihr Auskunftsersuchen schriftlich an den Vorstand. Dieser leitet die Anfrage an die Personalabteilung zur weiteren Bearbeitung weiter und informiert den Personalrat über das Ersuchen.

Maßgeblich für die Vergleichsgruppe ist die Entgeltgruppe, in der/die auskunftsersuchende Mitarbeiter/in zum Zeitpunkt der Anfrage eingruppiert ist. Zum Schutz personenbezogener Daten können wir das Vergleichsentgelt dann nicht angeben, wenn die Vergleichstätigkeit von weniger als sechs Beschäftigten des jeweils anderen Geschlechts ausgeübt wird. Sofern zu den Beschäftigten in der Vergleichsgruppe Teilzeitmitarbeiterinnen oder Teilzeitmitarbeiter gehören, wird deren Gehalt auf ein Vollzeitäquivalent hochgerechnet. Die Beschäftigten können zusätzlich zum Vergleichsentgelt Auskunft über einzelne Entgeltbestandteile erhalten. Dieser Auskunftsanspruch ist allerdings auf maximal zwei Entgeltbestandteile begrenzt. Die Entgeltbestandteile müssen konkret in der Anfrage benannt werden.

Das Auskunftsersuchen können die Beschäftigten grundsätzlich alle zwei Jahre stellen. Verändert sich innerhalb dieser zwei Jahre ihre Tätigkeit, so können sie eine erneute Anfrage auch schon vor Ablauf von zwei Jahren an den Vorstand richten.

Im Berichtsjahr wurde keine Anfrage an den Vorstand gestellt.

H14 Beschäftigungspolitik und Gleichbehandlung
H14 Beschäftigtenstruktur Anzahl Männer Frauen Anzahl Männer Frauen
Beschäftigte gesamt 610 239 371 643 256 387
Beschäftigte aus der Region 544 209 335 574 223 351
Führungskräfte aus der Region 48 40 8 54 47 7
Auszubildende 39 20 19 50 25 25
Davon: Ausbildung im Berichtsjahr abgeschlossen 21 10 11 20 8 12
Davon: unbefristet übernommen 7 2 5 11 5 6
Davon: befristet übernommen 10 5 5 6 1 5
  • 20,1 Jahre  Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit
  • 6,4 %  Ausbildungsquote
  • 81,0 %  Übernahmequote
H14 Gleichbehandlung und Tarifverträge Anzahl Männer Frauen Anzahl Männer Frauen
Beschäftigte inkl. Auszubildenden 610 239 371 643 256 387
Gleichstellungsbeauftragte 2 0 2 2 0 2
Eingaben bei Gleichstellungsbeauftragten 0 0 0 0
Beschäftigte mit Tarifvertrag 606 236 370 638 252 386
  • 99,3 % Anteil Beschäftigte mit Tarifvertrag

Diversität und Chancengerechtigkeit

Bei der Kreissparkasse Heinsberg arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung, unterschiedlicher ethnischer Herkunft und religiöser Zugehörigkeit; alle Altersgruppen sind in der Belegschaft vertreten.

Dem Vorstand der Kreissparkasse Heinsberg gehören derzeit zwei Männer als Mitglieder sowie eine Frau und ein Mann als stellvertretende Mitglieder an. Die Altersstruktur des Vorstands ist wie bei allen Kreditinstituten durch gesetzliche Anforderungen geprägt, die eine Zulassung als Vorstand von beruflichen Qualifikationsnachweisen abhängig machen, die eine Mindestzahl von Berufsjahren bedingen. Insofern sind keine unter 40-Jährigen in diesem Organ vertreten. Im Verwaltungsrat als Kontrollorgan konnten wir durch einen Wechsel den Anteil der weiblichen Mitglieder von 13 Prozent auf 20 Prozent erhöhen. Von den Mitgliedern des Sparkassenzweckverbands sind 19 Prozent weiblich.

H15 Diversität und Chancengerechtigkeit
H15 Diversität bei Beschäftigten und Führungskräften Anzahl gesamt männlich weiblich < 30 J 30-50 J > 50 J
Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden) 610 239 371 108 280 222
Vorstand 4 3 1 0 1 3
Führungskräfte 52 43 9 6 24 22
H15 Kontrollorgane und Eigentümer Anzahl gesamt männlich weiblich < 30 J 30-50 J > 50 J
Verwaltungsrat 15 12 3 0 3 12
Zweckverband 26 21 5 1 5 20

Förderung von Frauen in Führungspositionen

Als ein Entwicklungsfeld sehen wir die Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen. 60 Prozent unserer Beschäftigten sind Frauen, ihr Anteil an den Führungskräften (Führungsebenen 1-3) liegt aktuell bei 18 Prozent. Damit haben wir den Anteil von Frauen in Führungspositionen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozentpunkte erhöht. Das belegt, dass das 2014 gestartete ganzheitliche und stufenweise wirksame Frauenförderkonzept Erfolge aufweist. Das Förderprogramm umfasst die gezielte Personalentwicklung, Fortbildungsmaßnahmen für Berufsanfängerinnen sowie individuell gestaltete Mentoring-Programme. Das Mentoring-Programm haben insgesamt neun junge Frauen genutzt. Der erste Zyklus wurde im Jahr 2018 mit sehr positivem Feedback sowohl von Seiten der Mentees als auch von Seiten der Mentoren abgeschlossen. Die Beschäftigten haben inzwischen nächste Karriereschritte gemacht.
Aufgrund der guten Resonanz werden wir das Mentoring-Angebot 2019 fortführen. In regelmäßigen individuell vereinbarten Gesprächen stehen die Mentoren (Führungskräfte der 2. und 3. Führungsebene) den Kolleginnen mit hilfreichen Informationen und Ratschlägen zur Verfügung. Wir möchten mit dieser Maßnahme Frauen unterstützen, sich weiterzuentwickeln und eine Fach- oder Führungskarriere in unserem Haus anzustreben.

Die gute Tendenz von Frauen in Führungspositionen möchten wir auch weiterhin verbessern: Bis 2024 soll der Anteil der Frauen in Führungsposition 30 % betragen.

Durch Teilzeitangebote und die Vergabe von Führungsaufgaben in Teilzeit bzw. Jobsharing soll die Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Weiterentwicklung ebenfalls verbessert werden.

Frauenanteil nach Hierarchieebenen
 
60%
Elternzeit

 
40%
Elternzeit
Beschäftigte
 
13%
Elternzeit

 
87%
Elternzeit
Führungskräfte

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Für familiengerechte Arbeitsbedingungen engagieren wir uns umfassend und mit großer Überzeugung. Daher haben wir die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ fest in unserer nachhaltigen Personalpolitik verankert. Dazu gehört auch eine Kultur der Kollegialität, in der die Rücksichtnahme auf familiäre Erfordernisse ein Teil einer teamorientierten Arbeitsorganisation ist.

Wir möchten außerdem für Frauen bessere Voraussetzungen schaffen, um ihren Karriereweg mit den Anforderungen des Familienlebens in Einklang zu bringen. Ebenso wollen wir Männer stärker ermutigen, Zeit für die Familie zu investieren. Auch die Pflege von Angehörigen fördern wir mit spezifischen Maßnahmen. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen wir bespielsweise durch flexible Arbeitszeitregelungen sowie auch durch Unterstützung z. B. bei der Kinderbetreuung. Den beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit fördern wir umfassend: So stellen wir für Mütter und Väter während der Elternzeit regelmäßige Informationsangebote zur Verfügung und bereiten die Wiedereingliederung in persönlichen Gesprächen gemeinsam mit ihnen vor.

Zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten wir zahreiche Teilzeitmodelle an. Unser Ziel ist es, den Beschäftigten in Teilzeit ihrem Qualifikationsniveau entsprechende Arbeitsplätze zu bieten. Bei uns ist die Besetzung von Führungspositionen in Teilzeit möglich, sofern ein Teilzeitanteil von mindestens 25 Wochenstunden übernommen wird. Auf der 2. Führungsebene erwarten wir einen Teilzeitanteil von mindestens 30 Wochenstunden. Wir bieten Informationsgespräche für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die Elternzeit bzw. eine Freistellung zur Betreuung in Anspruch nehmen möchten.

Für diejenigen Beschäftigten, die nach der Elternzeit mit einem Arbeitszeitanteil von mindestens 51,95 Prozent wieder in ihre Berufstätigkeit einsteigen, bieten wir dabei eine Position an, die nach Möglichkeit ihrem bisherigen Anforderungsprofil entspricht. Als Arbeitgeber tragen wir so dazu bei, dass die eigene Karriereentwicklung nicht durch Elternzeit verlangsamt wird. So werden in der Kreissparkasse Heinsberg beispielsweise auch Führungspositionen in Teilzeit besetzt. Durch ein spezifisches Angebot mit flexiblen Arbeitszeitmodellen ermöglicht sie es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen mit den Anforderungen des Berufslebens zu verbinden.

Insgesamt haben 222 Beschäftigte im Berichtsjahr familienfreundliche Angebote genutzt. 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befanden sich in Elternzeit, 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kehrten aus der Elternzeit zurück.

Rückkehr nach Elternzeit
Elternzeit 11
Männer
6 Elternzeit
Frauen

Gesundheitsförderung

Die Kreissparkasse Heinsberg hat ein auf ihre Beschäftigten zugeschnittenes Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Angeboten zur Förderung der körperlichen und psychischen Gesundheit implementiert. Das Angebot einer psychosozialen Betreuung richtet sich nicht nur an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern kann auch von Familienangehörigen genutzt werden. 

Mit einem umfassenden Angebot fördern wir die Gesundheit unserer Beschäftigten, etwa durch betriebsärztliche Betreuung, Betriebssport und ergonomische Arbeitsplätze. Wir unterstützen die Gesundheitsprävention für unsere Beschäftigten durch Informationsangebote und Seminare, aber auch durch Aktivitäten wie Sportkurse oder ein Massage-Angebot im Büro. 337 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten diese Angebote im Berichtsjahr.

Besondere Förderung benötigen auch Beschäftigte, denen aufgrund langer krankheitsbedingter Ausfallzeiten eine gesundheitliche Beeinträchtigung ihrer Arbeitsfähigkeit droht. Für diesen Personenkreis wurde entsprechend der gesetzlichen Vorschrift ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) implementiert, um eine möglichst dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu gewährleisten. Das BEM erfasst alle Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Die Personalabteilung hat dazu im vergangenen Jahr insgesamt 63 Beschäftigte zu einem BEM-Gespräch eingeladen. Insgesamt 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dieses Angebot angenommen. Der Personalrat – bei schwerbehinderten Menschen außerdem die Schwerbehindertenvertretung – wird immer in das BEM eingebunden. Gemeinsam wird im Gespräch geklärt, ob weitere Schritte notwendig sind und welche konkreten Maßnahmen (Arbeitsplatzgestaltung, Umsetzung, Versetzung, Reha) eingeleitet werden.

Zum wiederholten Male wurde die Kreissparkasse Heinsberg von der Unfallkasse NRW (als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für den öffentlichen Sektor in Nordrhein-Westfalen) für ihre Leistungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz ausgezeichnet. Im Berichtsjahr wurden in Nordrhein-Westfalen 55 Betriebe, davon sieben Sparkassen, ausgezeichnet und mit insgesamt 580.000 Euro bedacht. Neben dem Kreis Heinsberg gehörten wir zu den beiden einzigen Unternehmen aus unserem Kreisgebiet, die von der Unfallkasse NRW ausgezeichnet wurden. 

H17 Gesundheitsförderung Maßnahmen Anzahl Nutzer
Organisatorische Verankerung der Gesundheitsförderung Integriertes Gesundheitsmanagement für alle Beschäftigten der Kreissparkasse Heinsberg; Gemeinsam mit dem Kreis Heinsberg und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg Akteur der Initiative „Gesunde Unternehmenskultur im Kreis Heinsberg“: Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere kleine und mittelständische Betriebe im Kreis Heinsberg dabei zu unterstützen, gesundheitsfördernde Maßnahmen im Unternehmen zu implementieren. Über dieses Netzwerk erhalten Arbeitgeber/innen Zugang zu Angeboten, Hintergrundinformationen und Erfahrungsberichten, die als Anknüpfungspunkte für den eigenen Betrieb dienen können. 2 610
Betriebsärztliche Betreuung Ärztliche Einstellungsberatungen und Beratungen wegen richtigem Sitzen vor dem Bildschirmarbeitsplatz 8 29
Betriebssportangebote 7 129
Arbeitsplätze mit ergonomischer Ausstattung alle
Kantine mit biologischem und vegetarischem Angebot 0
  • 4,9 %  Krankheitsbedingte Abwesenheitsquote
H17 Fortbildungen zu Gesundheitsthemen Anzahl Teilnehmende
Resilienztraining 2 35
Seminare für Führungskräfte (Gesund Führen, Resilienztraining) 3 21
Seminarreihe Best Age Power 4 35
Yoga 1 18
Office-Massage 20 45

Handlungsprogramm

Handlungsprogramm im Bereich Arbeitnehmerbelange

Auf die persönlichen Anliegen ihrer Beschäftigten geht die Kreissparkasse Heinsberg mit folgenden Angeboten ein: 

Weiterbildungs-/Entwicklungswünsche unserer Beschäftigten: 

  • Veröffentlichung eines Personalentwicklungskonzeptes
  • regelmäßige Beurteilungs- und Fördergespräche mit der Führungskraft
  • Teilnahme an Potenzialanalyseverfahren
  • Entwicklungsgespräche mit der Personalabteilung
  • Angebot von internen und externen Fortbildungsveranstaltungen
  • bezahlte Freistellung für Fortbildungsveranstaltungen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Nutzung von: 

- variabler Arbeitszeit,
- vielfältiger (auf Wunsch befristeter) Teilzeitmodelle,
- zusätzlichen Urlaubstagen gegen Entgeltumwandlung,
- unbezahlter Freistellungen für die Betreuung von Kindern,
- unbezahlter Freistellung für die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns über Ihre Meinung und Ihre Anregungen zu unserem „Bericht an die Gesellschaft“.

Schreiben Sie uns einfach – wir sind neugierig.

Vielen Dank.
Ihre Kreissparkasse Heinsberg