Bericht an die Gesellschaft

Soziale Eigenvorsorge - KSK Heinsberg 2018 - Bericht an die Gesellschaft

Soziale Eigenvorsorge

Wertpapierkultur stärken

Die gesetzliche Altersvorsorge in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Nach wie vor ist die Rente in Deutschland vorwiegend umlagefinanziert, das heißt: Die derzeit Berufstätigen kommen mit ihren Beitragszahlungen für die Rente der aktuellen Pensionärinnen und Pensionäre auf. Der demografische Wandel stellt dieses System allerdings vor Probleme, da der Anteil jüngerer Menschen sinkt und der älterer Menschen steigt.

Die anhaltende Niedrigzinsphase drückt zusätzlich auf die private Altersvorsorge der Deutschen. Wer sein Geld ausschließlich in Zinsprodukten – also Anleihen, Sparbriefen und Lebensversicherungen – anlegt, muss damit rechnen, im Alter weniger Geld als erwartet auf der hohen Kante zu haben. Für eine stabile Altersvorsorge werden Aktien darum immer wichtiger. Allerdings besitzt in Deutschland nur jeder sechste direkt oder indirekt Aktien.

In anderen Nationen sind Aktien längst ein akzeptiertes Element der Altersvorsorge – und sie tragen dazu bei, dass die Menschen mit einem höheren Anteil kapitalmarktgedeckter Renten mehr für das Alter ansparen. Das belegt eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) von Juni 2019. In Schweden beispielsweise liegt der Anteil von Aktien an der Standardrente bei 92 Prozent, in Dänemark sind es 83 Prozent, in den Niederlanden 70 Prozent und in Großbritannien 58 Prozent. In Deutschland hingegen liegt dieser Anteil nur bei 25 Prozent. Dabei rechnet sich die Altersvorsorge über Aktien durchaus: In Schweden lagen die ausgezahlten Renten bisher stets über den eingezahlten Beträgen – auch in der Finanzkrise 2008.

Die Sparkassen in Deutschland engagieren sich daher für eine Stärkung der Wertpapierkultur: „In Wertpapiere zu investieren, ist an sich schon eine Investition in die Gemeinschaft. Die wachsende Beliebtheit von Investments in Nachhaltigkeit zeugt zusätzlich von Verantwortungsbewusstsein“, so der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.

Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge

Viele unserer Kundinnen und Kunden sorgten im Berichtsjahr weiterhin durch regelmäßiges Sparen vor. Insgesamt wurden dabei über 980 Mio. Euro auf 112.589 Sparkonten angelegt.

Angesichts niedriger oder fehlender Zinsen sowie der steigenden Inflation ist es jedoch für die persönliche Zukunftsvorsorge wichtig, auch über alternative Anlageformen nachzudenken. Als Sparkasse zeigen wir unseren Kundinnen und Kunden daher in persönlichen Beratungsgesprächen auf, wie ein ertragreicherer Anlagemix aussehen kann, der den individuellen Anlageneigungen entspricht. Das ganzheitliche und an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden ausgerichtete Sparkassen-Beratungskonzept hat sich dabei auch 2018 weiterhin bewährt. Als Ergebnis dieser umfangreichen Beratungen wurden unter anderem rund 1.600 neue Sparverträge bei der DekaBank, dem zentralen Wertpapierhaus der Sparkasse, im Berichtsjahr abgeschlossen.

Als Sparkasse sehen wir es als unsere Verantwortung, uns für eine gerechte Verteilung von Chancen einzusetzen. Deshalb hat bei uns jede Kundin und jeder Kunde unabhängig vom verfügbaren Einkommen ein Recht auf eine individuelle Beratung. Das gilt auch und besonders für die Menschen mit kleinem Einkommen. Das ist für uns nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern von gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit.

Sparprodukte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge

Trotz Niedrigzinsen: Wir fördern Eigenvorsorge und breite Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger am erwirtschafteten Wohlstand

938.421.409
960.444.791
981.181.489
0 250 500 750 1.000 Mio. Euro

Liebe Leserinnen und Leser,

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Vielen Dank.
Ihre Kreissparkasse Heinsberg